Anna Huber
Für Ausdauer, Konsequenz und Nachhaltigkeit: Seit mehr als zehn Jahren leistet Anna Huber mit ihren Recherchen zum tanzenden Körper im Raum Herausragendes. Es gelingen ihr immer wieder neue Perspektiven und Akzentuierungen; sie wagt Grenzgänge und bleibt trotz aller Akribie flexibel und offen. Kein Stück gleicht dem anderen, doch alle sind unverkennbar Anna Huber.
Seit ihren frühen Soli, die international beachtet wurden – «in zwischen räumen» war das erste –, über die Duette mit Tänzerkollegen und Musikern, bis hin zu ihren Gruppenstücken, auch für andere Ensembles, in allem überzeugt Anna Huber mit Strenge. Der Arm auf der Treppenstufe, das Bein im Türrahmen – winkelige Angelegenheiten in perfekter Entsprechung zur Architektur des Raums, in dem sie sich bewegt. Hinter der formalen Kühle pulsen dabei Kraft, Temperament und – Humor. Mit ihrer letzten Arbeit «hierundoderhierundoderhierundoderdort» (in St. Gallen als Teil von «Two Ones») hat sie endgültig bewiesen, dass sie das Zeug zum Klassiker hat. Anna Huber zeigt: Qualität setzt sich doch durch – und das lässt hoffen.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Das wäre doch eine hübsche Idee: Wir behaupten, der Tanz gehört dem Zuschauer. Und weil er ihn nicht einfach aus dem Theater mit nach Hause nehmen kann, kann er ihn sich als Tanzdokumentation dauerhaft habhaft machen. So, wie ein Poster zwar keine Gemälde ersetzt. Aber immerhin. Das Video oder die DVD erhält er gegen eine kleine Gebühr. Versteht sich.
Wollte man...
Sie ist eine Power-Tänzerin wie man sie eher aus modernen Kompanien kennt und das ganze Glück der Düsseldorf-Duisburger Tanzfreunde: Katarina Svetlova hat das Ballett der Deutschen Oper am Rhein wachgeküsst. Die Amerikanerin hat alles, was eine Spitzenballerina ausmacht: Technik, Ausstrahlung, Darstellungskraft, Wandlungsfähigkeit. Ob virtuoses Weib, kämpferische...
Schon sein Vater war am selben Ort tätig. Aber erst August Bournonville, am 21. August 1805 in Kopenhagen als Sohn des französischen Solotänzers Antoine geboren, wurde zum Balletterneuerer im hohen Norden. Mit seinen engen, gleichaltrigen Freunden, dem Dichter Hans Christian Andersen und dem Komponisten Johan Peter Emilius Hartmann, arbeitete der humanistisch und...
