malakhov: gewinnt...
...laut eines leicht dubiosen Vergleichs der Zeitung «Junge Welt» in puncto Werbung, und zwar gegen John Neumeier, dem das Blatt jüngst eine zu große «Nähe zum Kapitalismus» vorwarf, weil er die Werbeagentur Scholz & Friends für ein paar Plakatmotive beauftragt hat, während das Guerilla-Marketing in Berlin, ein lustiger Flashmob im Hauptbahnhof, auch bei den Linken volle Sympathie genießt. Interessant ist an dieser Konkurrenz allein, dass sie als solche behauptet wird.
Soll das heißen: Wer ist sozial engagierter? Der Hamburger Förderer von acht jugendlichen Tänzern oder der Berliner Veranstalter der angeblich größten Ballett-Benefizgala
zugunsten der Erdbebenopfer in Japan? Am 8. Mai treffen mehr als 30 Stars aus 15 Ballett- und Tanzkompanien im Berliner Admiralspalast aufeinander, angeführt von Malakhov und organisiert vom «Tanzolymp»-Erfinder Oleksi Bessmertni. Mit dabei sind etwa Ikue Shiga und Huang Kai vom Tokyo Ballet, Roberto Bolle aus Mailand, Lucia Lacarra vom Bayerischen Staatsballett, das neue Licht aus Stuttgart, Constantine Allen, und: Solisten des Hamburg Ballett. Die eben auch. Wer hilft hier mehr: den Japanern und dem Publikum?
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Tanz Mai 2011
Rubrik: menschen, Seite 29
von
...und sein Hamburg Ballett werden im Sommer eine achtköpfige Juniorkompanie anschieben, die sich der Bund binnen vier Jahren 2,8 Millionen Euro kosten lässt. Sage noch einer, im Tanz gebe es keine cleveren Lobbyarbeiter: «Bundesjugendballett» heißt das Gebilde, das acht Tänzer zwischen 18 und 23 Jahren versammelt, die mit eigenem Repertoire auf Tournee gehen, vor...
Der Ex-Beatle schreibt derzeit ein Märchenballett für Peter Martins‘ New York City Ballet. Die Pet Shop Boys haben unterdessen ihr Ballettdebüt hinter sich. Mit Javier De Frutos’ Protein Dance versuchten sie im Londoner Sadler’s Wells Theatre Hans-Christian Andersens Märchen «Das Unglaublichste» nach allen Regeln des Mittelmaßes auf die Bühne zu stemmen. Aus dem...
Von einem «Tausendfüßler der Metasinnlichkeit» ist die Rede. Das Bild passt gut zu Philippe Decouflé. In seinem neuen opulenten Werk «Octopus» gibt es aber auch metaphorische Bilder vom Schwan, von Affen, von menschlichen Zungen im erregten Flirt. Wie beim Chamäleon. Tiere sind jedoch gar nicht das Thema dieser sich ständig selbst verzaubernden Revue. Die ist...
