Made in NYC

Der Choreograf Houston Thomas inszeniert gerade in Karlsruhe. Zum Gespräch über Vorbilder, Chancen und Rassismus traf ihn Angela Reinhardt

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Wer je ein Forsythe-Ballett in der Dresdner Semperoper gesehen hat, erinnert sich an ihn: Houston Thomas war ein schneller, geradezu explosiver Tänzer mit raffiniertem Rhythmusgefühl und federnder Dynamik, er spielte geradezu auf der Grenze zwischen Virtuosität und cooler Moderne. Dresden war seine erste Festanstellung, der junge Amerikaner kam 2013 aus der Großstadt Chicago in den tiefen deutschen Osten.

Auf der Sitzkante
Obwohl er zum Solisten aufstieg, beendete er seine Karriere nach zehn Jahren, weil er unbedingt choreografieren wollte.

Sein Erstling «Moonlit Variants» hatte 2018 bei einem «Junge Choreografen»-Abend Premiere, der seinerzeitige Ballettchef Aaron S. Watkin gab ihm sofort einen ersten, kleinen Auftrag. Houston knüpfte Verbindungen in die Heimat, wurde mehrfach ans New York Choreographic Institute eingeladen, der traditionsreichen Choreografenschmiede des New York City Ballet, und ist seitdem bestens beschäftigt. Zunächst bei Schulen und kleinen Compagnien, bald auch bei der ABT Studio Company, bei Ailey II, beim Ballett in Bordeaux – und nun beim Badischen Staatsballett in Karlsruhe. So wie er nach seinem Studium an der Joffrey Academy of Dance und der School of ...

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Tanz Juni 2026
Rubrik: Menschen, Seite 34
von Angela Reinhardt

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Notiert 6/26

Notiert
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