Louise Lecavalier: «Battleground» in Paris

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«To get away from myself», erklärt Louise Lecavalier auf die Frage nach der mützenhaften Kapuze in «Battleground», das Premiere im tanzhaus nrw in Düsseldorf feierte. Seit Jahren, sagt die Tänzerin und Choreografin, verkörpere sie gern Rollen beim Tanzen – «characters». Um von sich selbst abzurücken. So war es im wunderbaren «I Is Memory», das sie unter Zipfelkapuze mit cartoonhaftem Rucken und Drücken an der Seite von Benoît Lachambre getanzt hat. In «So Blue», ihrem ersten eigenen abendfüllenden Stück, war die Rolle ihr dagegen eher nah.

Nach Blau ist die Farbe, die mit den Lichtfenstern, -zinnen und -linien von Alain Lortie dieses Mal ins Spiel kommt, Rot. Der Kampf um die Persönlichkeit ist geblieben – auf der Bühne, dem Battleground: ganz in etwas aufgehen zu wollen, das man nicht selber ist. Oder um gerade da-rin man selbst zu sein?

Vom hellen Umfeld hebt sich die schwarz Gekleidete ab. Wie ein strenger Bleistift oder als dürfe sie nicht viel Boden berühren, überkreuzt sie eng die Beine, wibbelt und hibbelt auf halber Spitze, den Blick frontal zum Publikum gerichtet. Das Wesen vibriert von den Fersen aus, legt sich eine Hand auf den Scheitel oder stellt sie auf wie einen ...

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Tanz April 2016
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 46
von Melanie Suchy

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