Lode Devos: "Leo und Zoe"
Ein kleines, unprätentiöses Stück nur, behauptet Lode Devos. Dass man das Schauspielhaus nach achtzig Minuten angeswingt verlässt, darf als der eigentliche Start des frisch formierten Chemnitzer Balletts gelten. Schlagzeilen hatte die Stadt durch den Rauswurf eines ganzen Ensembles und seines Chefchoreografen Torsten Händler gemacht. Und mit dem desaströsen Auftakt der jungen, aus Europas Ballettschulen gespeisten Kompanie mit Antonio Gomes’ «Cinderella».
Für die Zweitspielstätte hat sich Ballettchef Devos, fünf Jahre Tänzer bei Maurice Béjart, zuletzt choreografierender Ko-Direktor in Innsbruck, von einem 1993 in der Schweiz publizierten Märchen zu einer sinfonischen Suite inspirieren lassen. Dominique Faldas «Leo und Zoe» erzählt von der Liebe zwischen dem Sonnenschein Leo und der Mondfee Zoe, zwei Gestalten, die nicht zusammen kommen können.
Zweigeteilt formt der Choreograf seine Version. Trübsinnig und vereinzelt sitzen vier Männer, bis sie von Frauenpaaren aufgefordert werden. Gershwins sanftes «Lullaby» grundiert diese zögernden Liebesbegegnungen erwachender Körper. Elan kommt auf, als drei Grazien aus einer Kiste Leo herbeizaubern. Zu Gershwins «Rhapsodie in Blue» erkundet ...
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