Lichtklang

Das Cloud Gate Dance Theatre sucht mit «Sounding Light» Resonanz und transzendente Verbindung

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Warum sind tanzende Menschen so oft stumm? Man muss ja nicht gleich gesprochene Worte in einer Tanzperformance erwarten, aber wo bleiben eigentlich Summen, Schnaufen und Keuchen? Sollten solche Geräusche komplett aus den Vorstellungen verbannt werden? Anstatt stimmlos zu sein, erforscht «Sounding Light» vom taiwanesischen Cloud Gate Dance Theatre die Zusammenhänge zwischen Geräuschen und Körperbewegungen, indem es akustische Déjà-vus mit hohem Wiedererkennungswert miteinander verknüpft.

Die Laute und Geräusche in «Sounding Light» entspringen den Stimmbändern und den auf- und gegeneinanderschlagenden Körperteilen der Tänzer*innen. Doch anders als das unwillkürliche Mitsummen, das man etwa vom Pianisten Glenn Gould kennt, sind diese Geräusche nicht nur beabsichtigt, sondern ausgeklügelt konzipiert: Der kreative «Sound and Voice»-Score des Komponisten Chang Shiuan trifft auf eine persönliche Caprice des Choreografen Cheng Tsung-lung, seit 2020 Künstlerischer Leiter des Cloud Gate Dance Theatre: Im Programmheft heißt es, dem Choreografen sei im April jenes Jahres eine kühne Idee gekommen. Was, fragte er sich, wenn «die schroffen Felsen, die geschwungenen Bergpässe und die steilen ...

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Tanz August/September 2024
Rubrik: Produktionen, Seite 4
von Poe Chen

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