Lera Auerbach

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Ein Walzer von George Balanchine gefällig, ein Lied von Serge Diaghilew? Lera Auerbach macht’s möglich. Auf der CD «Tolstoy’s Waltz» hat die Pianistin und Autorin aus der ehemaligen UdSSR ein paar Raritäten eingespielt, wahre Preziosen. Der «Valse lente» von Mr. B. beispielsweise, den er Madeleine Malraux verehrte: «Balanchine komponierte ihn relativ spät in seinem Leben, und deshalb hat er diese melancholische Qualität, diesen nostalgischen Look. Wahrscheinlich begriff er seinen Walzer», meint seine Interpretin, «als eine Art Hommage an die Vergangenheit.

»
Balanchine als Komponist? Ganz überraschend kommt das nicht. Er war Sohn eines Komponisten und Bruder eines anderen – und wurde dennoch Choreograf, obwohl er als Pianist und Dirigent durchaus Karriere-Chancen gehabt hätte. Anders als Serge Diaghilew. Der wollte partout Komponist werden, studierte auch bei Anatol Ljadow und überließ seine ersten Sonaten Nikolai Rimsky-Korsakow zur Prüfung und musste sich sagen lassen: «Total unbegabt». Ein Urteil, das sein weiteres Leben bestimmen sollte.
Lera Auerbach, selbst Komponistin und das von frühester Kindheit an, kann sich einfühlen in die Arbeiten der anderen und sagt, was es letztlich ...

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Tanz Oktober 2005
Rubrik: Magazin, Seite 14
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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