Leonce & Lena

Georg Büchners Drama als Ballett. Das geht. Bei Christian Spuck, zu Gast am Essener aalto ballett theater.

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Georg Büchners Drama als Ballett. Das geht. Das geht sogar gut. Bei Christian Spuck, zu Gast am Essener aalto ballett theater
Von Georg Büchners Drama als Ballett. Das geht. Das geht sogar gut. Bei Christian Spuck, zu Gast am Essener aalto ballett theater

Politisch ist sie den Deutschen ein Anachronismus, doch als Quell für Skandälchen, bunte Bildchen und vor allem für high-eventige Hochzeiten noch immer belebend: die Monarchie. Wie die Mehrheit heute, hat schon vor 170 Jahren einer das Königswesen gesehen: Georg Büchner.

Das Ehe-Arrangement als Höchstleistung politischer Intelligenz. Der Adel ein Haufen Party-People, hinter der prima Optik nichts als gähnende Langeweile. Solch luxuriöser Lethargie ist nur durch Wahnsinn beizukommen, zeigte Büchner anno 1836 mit einem Lustspiel und hoffte, mit seiner Idee 300 Gulden zu verdienen, um als politisch Verfolgter im Exil überleben zu können. Er schickte sein Stück zur Preisausschreibung «bestes Lustspiel» der Cotta’schen Verlagsbuchhandlung. Gekrönt wurde ein anderer. Büchner erhielt sein Skript «Leonce und Lena» ungeöffnet zurück. Zu spät eingesendet – man könnte irrewerden darüber.

Alle ein bisschen gaga auch hier, auf der Ballettbühne ...

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Tanz Juni 2008
Rubrik: Premiere, Seite 26
von Nicole Strecker

Vergriffen
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