La Divine: Marcia Haydée

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Von Göttlichkeit nicht die Spur, auch wenn Maurice Béjart für Marcia Haydée einst ein Greta-Garbo-Ballett namens «Divine» geschaffen hat. «Ich bin ein ganz normaler Mensch, keine Ikone», sagt die ehemalige Ballerina und Direktorin des Stuttgarter Balletts am Ende eines ausholenden, gleichwohl einfühlsamen Gesprächs. «Und das will ich auch weiterhin bleiben.» Kein Star, der sich in der eigenen Geschichte sonnt, eher eine charismatische Künstlerin, für die das «Immer-weiter-Gehen» gilt, das «Immer-weiter-Arbeiten», das sie zum Lebensmotto erkor.

Über dreißig Jahre hat sie Cornelia Stilling-Andreoli auf der Bühne beobachtet und in der Zeit alles zusammengetragen, was über Marcia Haydée jemals gesagt und geschrieben worden ist. Das macht die Lektüre ihres «Sammelbands» manchmal mühsam. Von erdrückender Fülle fehlt dem (nicht fehlerfreien) Buch die kritische Distanz. Es ist mit Liebe geschrieben, voll Bewunderung. Und es kommt der Muse von Cranko, MacMillan, Béjart, Neumeier, Tabori oder Ivo auf bewundernswürdige Weise nah, als sie dabei immer engere Kreise um das Phänomen Haydée zieht. Das Geheimnis der «Divine» kann aber auch die Autorin nicht ergründen. Das lässt sich am ehesten noch ...

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Tanz Juli 2005
Rubrik: Magazin, Seite 16
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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