Künste begegnen sich: Workshops bei «Impulstanz» in Wien
Rio Rutzinger ist beim Wiener Festival «ImPulsTanz» Künstlerischer Leiter Workshop und Research – eine bislang einzigartige Position, die bei der Entwicklung neuer künstlerischer Formate eine Rolle spielen könnte.
Herr Rutzinger, was war 1984 der Antrieb, um «ImPulsTanz» als reines Workshop-Festival zu starten?
Ich war damals noch in der Schule, ich kolportiere also. Der Brasilianer Ismael- -Ivo und der spätere Festivalintendant Karl Regensburger lernten sich in Wien in einem Tanzstudio kennen.
Zeitgenössischer Tanz war in Europa verhältnismäßig wenig verbreitet. Darin erkannten sie ihre Chance und fingen mit fünf Dozenten an. Das Interesse war riesig. Ivo besorgte sich eines der ersten Headsets, um die vielen Leute in einer Turnhalle unterrichten zu können.
Da ohnehin viele Künstler da waren, wurden ab 1988 auch Aufführungen angeboten.
Trotz großen Erfolgs war die Folge erst einmal ein finanzielles Desaster, vor allem, weil es keinerlei Förderung gab! Ismael Ivo musste das Budget durch sein eigenes Touring verdienen. Was Karl Regensburger wiederum dazu veranlasste, bei Pina Bausch vorzusprechen, die den unbekannten Überraschungsbesucher abends um 22 Uhr im Nachthemd empfangen ...
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Tanz August/September 2019
Rubrik: Praxis, Seite 64
von Astrid Kaminski
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