Künftig pvc in Freiburg/ Heidelberg
Zwei Zeichen hat die neu formierte Tanzkooperation Freiburg/Heidelberg gesetzt: Mit der Benennung von Joachim Schlömer als Kurator ist der eher als Opernregisseur brillierende Schlömer auch in Sachen Tanz ans Stadttheater zurückkehrt. Ob er selbst choreografieren wird, bleibt abzuwarten. Als künstlerischer Chauffeur des südwestlichen Reiseballetts dürfte er für eine Abkehr vom eher kunsthandwerklichen Tanz stehen, den die scheidende Tanzchefin Irina Pauls pflegte. Mit der Namensgebung pvc erweist sich die neue Formation einen Dienst.
Das Kürzel steht zwar für physical virus collective, ist aber auch einprägsam, weil es an jenen Bodenbelag denken lässt, und nicht an jenes «virale Netzwerk, das Grenzen auflöst und vorhandene Strukturen als Transportmittel für Kreativität nutzt, ein Mikrokosmos, in dem die Verantwortlichkeit und Handlungsfähigkeit jedes Einzelnen von fundamentaler Wichtigkeit ist». Und: dass «Verantwortlichkeit und Handlungsfähigkeit» wichtig im künstlerischen Prozess sind, dürfte für das Leitungsteam um Schlömer, zu dem der Choreograf Graham Smith, der Regisseur Tom Schneider und der dramaturgische Mitarbeiter Johannes Kasperczyk gehören, sogar selbstverständlich ...
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