Das Opfer Ballett
Den Letzten beißen die Hunde. Nicht so in Chemnitz. Erst fällt einer nach dem anderen in den Orchestergraben, bevor sich am Ende die Erde öffnet und den einzigen Überlebenden, Marko Bullack, verschlingt.
Noch hat Strawinskys «Sacre» das Sagen, und Steffan Claußner, als Dirigent eines imaginären Orchesters scheinbar auf verlorenem Posten, greift sich beim Vorbeigehen den Gummibaum, um den die Tänzer einen Abend lang vergeblich balgen, und erscheint damit auf der Büro-Empore des bis in den Himmel hoch gezogenen Bühnenkastens: ein weiterer Kandidat, der auf die Gunst des designierten Intendanten baut.
Das Ballett als Opfer. Torsten Händler inszeniert zu seinem eigenen Abschied vom Theater Chemnitz «Le Sacre du printemps» als ein Menetekel, das sich jede Zukunftshoffnung nimmt. «Große» Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Vor dem eigentlichen Stück platziert der durchaus erfolgreiche Ballettdirektor ein Vorspiel, das am Schluss vom leibhaftigen Tänzerkörper nur noch seine gefilmte Hülle zeigt. Nacheinander treten elf «Anwärter» auf Weiterbeschäftigung aus dem Dunkel ihrer Bühnenexistenz, während Steffan Claußner als Ein-Mann-Orchester entweder auf dem Theremin vor sich hin wabert ...
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