Salsa an der Nordseeküste
Hamburg: Ein kalter und regnerischer Mittwochabend, Temperaturen um den Gefrierpunkt. Das Macumba, eine beliebte Hamburger Salsatheca liegt in einer kleinen Seitenstraße direkt gegenüber der Staatsoper, der Heimat des Hamburg Ballett von John Neumeier.
Der Club: Die kubanische und die puerto-ricanische Nationalflagge und das Havanna-Club-Emblem zieren zusammen mit ein paar Strohhüten die weiß getünchten Wände. Plastikpalmen säumen die Ecken. An der Wand eine Marienfigur mit Jesuskind, gerahmt von brennenden Kerzen.
Links eine Spiegelwand, auf dem Boden ein fünfzackiger Stern aus silbernem Metall auf der Tanzfläche. Die Beleuchtung: schummrig. Grüne Plastiktische und -stühle erinnern an billiges Terrassenmobiliar. Es riecht nach Aftershave, Reinigungsmitteln, altem Rauch.
Das Publikum: sehr gemischt; viele Schwarze, einige Asiaten, einige Europäer, viele Dunkelhaarige, kaum, wie in manchen Starletdiscos, blonde Frauen. Die Männer haben Gel im Haar, gebügelte Hemden, studiogestählte Muskeln. Viel Fleisch und Haut bei den Frauen, eng sitzende Hüftjeans, Pailletten- und Nietengürtel, ein Kreuz um den Hals. Viele sehen aus, wie man sich in Europa Salsa-Tänzerinnen an der Copacabana ...
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Sigrid Gareis,
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