Kosmos

Das Wirbeln der Gewerke an der Semperoper Dresden

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Kurz vor zehn Uhr morgens gibt es schon keinen Parkplatz mehr. Wer zu spät kommt und auch noch per Auto, hat halt Pech. Denn der Arbeitstag an Dresdens Semperoper ist längst voll im Gang, von der Bühne über Probenräume und Werkstätten bis zu Verwaltung, Kantine, Direktionsbüros – überall wird schon gewerkelt, gerechnet, gebaut. Falls machbar. Sonst muss der Kundendienst her. Heute hat Inspizientin Sabine Bohlig Service-Bedarf, die eigentlich von der rechten Bühnenseite aus für reibungslose Abläufe sorgt.

In diesem Fall bei der zweiten Bühnenprobe des Ballettabends «Classics», dessen Wiederaufnahme noch am gleichen Abend das Publikum entzücken und entzünden soll. Der Dreiteiler – bestehend aus Balanchines unverwüstlicher «Serenade», Justin Pecks Cowboy-Ballade «Rodeo: Four Dance Episodes» und Twyla Tharps «In the Upper Room» ist einfacher zu steuern als «Schwanensee» und verzeiht auch, wenn die «BB» ausgefallen ist: das digitale Chronometer, das das Inspizienten-Pult mit dem Rest des Hauses verbindet. Genau das ist an diesem Montagmorgen der Fall, und so zieht Sabine Bohlig um, zur baugleichen Schaltzentrale hinter dem linken Portal. Aber nicht ohne die Süßwaren-Box, aus der sich ...

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Tanz Jahrbuch 2025
Rubrik: Barrieren, Seite 68
von Dorion Weickmann

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