Komplex: Wechsel in Wien
Martin Schläpfer, Sie leiten ab Herbst das Wiener Staatsballett: Das eine Ensemble sitzt an der Staatsoper, das zweite, kleinere an der Volksoper, es leistet auch Musical-, Operetten- und Operndienste. Sie haben es mit zwei Intendanten zu tun: Bogdan Rošcic, neu im Haus am Ring, und Robert Meyer, seit 2007 an der Volksoper. Wie schaffen Sie diesen Spagat?
Meine Position wird durch den Kooperationsvertrag bestimmt, der die Ensembles 2005 zum Staatsballett verschmolz. Ich bin Direktor, Chefchoreograf und Künstlerischer Leiter der Ballettakademie, nicht aber Intendant.
Das macht das Arbeiten hochkomplex. Beide Opern-Intendanten haben eigene Visionen und teilweise andere Kunstaufträge. Ich versuche, sie für unsere besondere Lage zu sensibilisieren und werde ein- bis zweimal pro Jahr das gesamte Ballett zusammenführen. Dafür müssen dann die Musical-Dienste usw. verschoben werden, damit ich effektiv proben kann. «4» zu Mahlers 4. Symphonie ist die Eröffnungspremiere, die alle gemeinsam ab 24. November in der Staatsoper präsentieren – ein Ballett für etwa hundert Tänzerinnen und Tänzer.
Wie sieht es budgetär und inhaltlich aus?
Wir haben ein autonomes Budget, das anteilig von beiden ...
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Tanz Juni 2020
Rubrik: Side Step, Seite 23
von Andrea Amort
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