Königlich Dänisches Ballett

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Schon sein Vater war am selben Ort tätig. Aber erst August Bournonville, am 21. August 1805 in Kopenhagen als Sohn des französischen Solotänzers Antoine geboren, wurde zum Balletterneuerer im hohen Norden. Mit seinen engen, gleichaltrigen Freunden, dem Dichter Hans Christian Andersen und dem Komponisten Johan Peter Emilius Hartmann, arbeitete der humanistisch und ästhetisch umfassend gebildete Choreograf wiederholt zusammen.

Im Bewusstsein der besonderen Reize der nordischen Romantik stellte der weit gereiste Bournonville den über alle Bühnen Europas schwebenden Sylphiden noch Trolle und Hexen, Elfenmädchen und Alchemisten, Seegötter und Najaden an die Seite und schilderte lieber das
Leben des Volkes als des Hofes.
Sein Ensemble, das Königlich Dänische Ballett, steht noch immer zu seinen Diensten. Es ist Hoffnungsträger insofern, als es die älteste lebendige Überlieferung kompletter Bühnentanzwerke fortsetzt. Von den sechzig Balletten, die Bournonville zwischen 1830 und 1877 schuf, sind heute noch elf zu sehen. Wie das gehen konnte? Nicht zuletzt deshalb, weil Ballett hier Familiensache ist. So viele Rollen für Kinder und ältere Charaktertänzer gibt es nirgends sonst. Und nirgends ...

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Tanz Jahrbuch 2005
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 100
von Wiebke Hüster

Vergriffen
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