High Tech

Videokunst ist längst interaktiv und unter Tänzern ein beliebter Sparrings-Partner. Mit welchen Tools getanzt wird und was dabei rauskommt.

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Zwei Tänzerinnen im Duell mit ihren digitalen Schatten. Nur schemenhaft sind ihre Körperkonturen im Halbdunkel der Szene zu erkennen. Ihre Silhouetten phosphoreszieren, glimmen in schimmernden Farben nach. Lichtstrahlen schreiben sich auf die Körper ein und erwecken den Eindruck eines Röntgenbilds. Die ekstatischen Bewegungen scheinen für Sekunden in der Zeit gefroren. Unter den Füßen der Tänzerinnen fluten Datenströme die Bühnenschräge hinab. Zahlenkolonnen, endloser Code, binärer Beat.

Zwei Körper, verloren im Datenmeer, schwimmen gegen den Informationsstrom an, angetrieben von pulsierenden Klängen, die sie durch ihre Bewegungen selbst erzeugen.
«Delusions» nennt die Kompanie phase 7 ihr im Rahmen des Poesiefestivals in Berlin aufgeführtes Stück. Produziert wurde es am Stuttgarter Forum Neues Musiktheater. Die «Cross-Media-Performance» thematisiert die Omnipräsenz der Medien. Wie Luft zum Atmen umgeben uns die Bilder, Bits und Bytes der Informationsgesellschaft. Sich von ihnen frei zu machen, ein Stück weit zu emanzipieren, verlangt Interpretationsarbeit. Allenthalben deuten und werten wir die uns umgebenden Informationen und schaffen uns damit eine eigene Wirklichkeit – ...

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Tanz Jahrbuch 2005
Rubrik: Schwerpunkt, Seite 76
von Helmut Merschmann

Vergriffen
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