Köln: Atdk «Dark Red»

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Anne Teresa De Keersmaeker hat schon viele Kunsträume betanzt, so etwa das New Yorker MoMa, die Londoner Tate Modern Gallery, das Pariser Centre Pompidou. Aber zum ersten Mal hat die belgische Tanzikone eine Choreografie eigens für ein Museum geschaffen: «Dark Red» für das Kolumba in Köln. Es war das Auftaktkapitel einer Kooperation zwischen tanz.köln – Veranstaltungsreihe an den Städtischen Bühnen – und dem Museum in Form der Jahresausstellung «Das kleine Spiel zwischen dem Ich und dem Mir. Kunst und Choreografie».

   

Der 13 Jahre alte Bau, in dem der Schweizer Architekt Peter Zumthor die vom Krieg zerstörte Kirchenruine Kolumba integriert und mit sandfarbenem Naturstein übermauert hat, liefert ein atemberaubendes, tatsächlich spirituelles Raumerlebnis. Das historische Trauma bleibt unvergessen. Zugleich inszenieren spektakuläre Lichteinfälle und schachtartig-beklemmende Treppenaufgänge eine mysteriös ambivalente Spiritualität. Der setzte De Keersmaeker mit «Dark Red» ihre eigene Metaphysik entgegen: die Geometrie. Auf den weißen Terrazzo-Boden des eigens leergeräumten Ausstellungsstockwerks hatte die Choreografin mit zartem Bleistift Spiralen, Ellipsen, Polygone skizziert. ...

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Tanz November 2020
Rubrik: Kritik, Seite 32
von Nicole Strecker

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