Kinder retten Kultursäckel
Nach «Rhythm is It!» stürmt nun der zweite Hit die Kinos, «Mad Hot Ballroom». Kein klassischer «Sacre», sondern Sport. Rumba, Tango, Swing und Foxtrott stehen auf dem Stundenplan der weißen, dominikanischen und asiatischen Einwanderer, die in New York säuberlich getrennt in Tribeca, Washington Heights und in Brooklyn wohnen. Die Regisseurin Marilyn Agrelo zeigt, wie die Kids ihre Ungelenkigkeiten überwinden und einen Sieg davontragen. Keinen über sich selbst, wie bei «Rhythm is It!», sondern einen realen Sieg im Ballroom.
Die Kinowelle der Wettkampf-Kids schwappt nun zurück an die Theater. John Neumeier, Chef des Hamburg Ballett, hat 78 Schüler im Alter von 10 bis 14 Jahren in die Hände seines Solisten Yukichi Hattori, der Ballettpädagogen Indrani Delmaine, Christian Schön und der Dramaturgin Telse Hahmann gegeben. Ihr Projekt Focus on YOUth an der Gesamtschule in der Satellitensiedlung Allermöhe setzt nicht Ballroom-, sondern Maldoom-mäßig auf Klassik, hier auf Romeo und Julia von Serge Prokofjew, und soll, finanziert durch die Bürgerstiftung Hamburg in Kooperation mit der Haspa Stiftung, am 17. Mai 2006 unter dem Titel «Erste Schritte» in der Hamburger Staatsoper präsentiert ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Buenos Aires, die Tangohauptstadt, wuchs und wuchs. Rund sechs Millionen Europäer wanderten bis 1930 ein. Heute, nach dem argentinischen Staatsbankrott 2002, schwappt die Welle zu uns zurück. Der Kölner Dokumentarfilmer und Buchautor Arne Birkenstock entdeckt unter den Auswanderern die 22-jährige Marcela Maiola: eine «sehr begabte Tänzerin», findet ihr Lehrer und...
Mit dem Choreografieren ist es letztlich wie mit anderen Dingen: Man muss es bloß tun. Aber kann man dabei auch besser werden? «Künstler brauchen nicht zu lernen, was sie ohnehin wissen. Man hält ihnen am besten einen Spiegel vor», meint Nigel Charnock, Mitbegründer des britischen DV8 Physical Theatre. Er teilte als Kursleiter im letzten Sommer die...
Man kann in keiner Stadt wohnen, ohne sie nicht zu entdecken: Plakate annoncieren jedes Jahr zu Weihnachten den «Nussknacker». In manchen Familien gehört der Besuch dieses Lev-Ivanov-Balletts aus dem Jahr 1892 ebenso zur Vorweihnacht wie die ganze Hatz um Baum und Schmuck, Gans und Geschenke. Irgendwie erinnert die Geschichte um Marie und ihren Nussknacker ja auch...
