Kinder retten Kultursäckel

Nach «Rhythm is It!», «Mad Hot Ballroom» und PISA 2: Hamburg macht mobil

Tanz - Logo

Nach «Rhythm is It!» stürmt nun der zweite Hit die Kinos, «Mad Hot Ballroom». Kein klassischer «Sacre», sondern Sport. Rumba, Tango, Swing und Foxtrott stehen auf dem Stundenplan der weißen, dominikanischen und asiatischen Einwanderer, die in New York säuberlich getrennt in Tribeca, Washington Heights und in Brooklyn wohnen. Die Regisseurin Marilyn Agrelo zeigt, wie die Kids ihre Ungelenkigkeiten überwinden und einen Sieg davontragen. Keinen über sich selbst, wie bei «Rhythm is It!», sondern einen realen Sieg im Ballroom.

Die Kinowelle der Wettkampf-Kids schwappt nun zurück an die Theater. John Neumeier, Chef des Hamburg Ballett, hat 78 Schüler im Alter von 10 bis 14 Jahren in die Hände seines Solisten Yukichi Hattori, der Ballettpädagogen Indrani Delmaine, Christian Schön und der Dramaturgin Telse Hahmann gegeben. Ihr Projekt Focus on YOUth an der Gesamtschule in der Satellitensiedlung Allermöhe setzt nicht Ballroom-, sondern Maldoom-mäßig auf Klassik, hier auf Romeo und Julia von Serge Prokofjew, und soll, finanziert durch die Bürgerstiftung Hamburg in Kooperation mit der Haspa Stiftung, am 17. Mai 2006 unter dem Titel «Erste Schritte» in der Hamburger Staatsoper präsentiert ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Dezember 2005
Rubrik: Magazin, Seite 12
von Edith Boxberger, Klaus Witzeling

Vergriffen
Weitere Beiträge
Nichtverlängertes Kürzen

Sabine Händler-Garlipp, eine Kompanie wird abgewickelt. Nach fünf Jahren Erfolgs­arbeit an den Städtischen Theatern Chemnitz heißt es Abschied nehmen. Kommt das Ende für Sie überraschend?                                                                  Ein Leitungswechsel war angesagt, und der kann immer bedeuten, dass der neue Intendant die künstlerischen...

Weihnachten in Amerika

Das Trauma, ...

David Kersleys erste Erfahrung mit dem «Nuss­knacker» ist nun 42 Jahre her. Aber die Erinnerung daran ist so frisch, als sei es gestern gewesen: «Ich war in der ersten Klasse und wurde dazu gezwungen, im Blumenwalzer eine der Bienen zu spielen. Ich habe mich gewunden und während der ganzen Aufführung mit den Zähnen geknirscht. Meine Mutter hat das...

Todkomisch

Je mehr sich das Publikum selbst bewegt, desto kürzer scheint der Abend. Satte zwei Pausen in anderthalb Stunden und dazu eine unernst gemeinte Gymnastikübung («Legen Sie Ihren Kopf auf die Schulter Ihres Nachbarn»): Schuld ist die 1963 entstandene Pantomime des Komponisten Franco Evangelis­ti, «Die Schachtel». Sie dauert keine halbe Stunde. Auch der danach...