Kinder retten Kultursäckel
Nach «Rhythm is It!» stürmt nun der zweite Hit die Kinos, «Mad Hot Ballroom». Kein klassischer «Sacre», sondern Sport. Rumba, Tango, Swing und Foxtrott stehen auf dem Stundenplan der weißen, dominikanischen und asiatischen Einwanderer, die in New York säuberlich getrennt in Tribeca, Washington Heights und in Brooklyn wohnen. Die Regisseurin Marilyn Agrelo zeigt, wie die Kids ihre Ungelenkigkeiten überwinden und einen Sieg davontragen. Keinen über sich selbst, wie bei «Rhythm is It!», sondern einen realen Sieg im Ballroom.
Die Kinowelle der Wettkampf-Kids schwappt nun zurück an die Theater. John Neumeier, Chef des Hamburg Ballett, hat 78 Schüler im Alter von 10 bis 14 Jahren in die Hände seines Solisten Yukichi Hattori, der Ballettpädagogen Indrani Delmaine, Christian Schön und der Dramaturgin Telse Hahmann gegeben. Ihr Projekt Focus on YOUth an der Gesamtschule in der Satellitensiedlung Allermöhe setzt nicht Ballroom-, sondern Maldoom-mäßig auf Klassik, hier auf Romeo und Julia von Serge Prokofjew, und soll, finanziert durch die Bürgerstiftung Hamburg in Kooperation mit der Haspa Stiftung, am 17. Mai 2006 unter dem Titel «Erste Schritte» in der Hamburger Staatsoper präsentiert ...
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