Kein Fluchtweg

Ein Gang über die «Biennale di Venezia». Zu Besuch war Nicolas Vamvouklis

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Das Performative ist bei der 61. «Biennale di Venezia» keineswegs zweitrangig. Im Gegenteil: Es prägt den Gang durch die Giardini maßgeblich. Der diesjährige Ausstellungstitel «In Minor Keys» – er stammt von der vor einem Jahr verstorbenen Kuratorin Koyo Kouoh – deutet bereits auf ein introspektiveres, gefühlsbetonteres Register hin: eine Biennale in Moll sozusagen. Und doch sind bei den Previews die stärksten Momente alles andere als gedämpft.

Wie diese Ausgabe überhaupt schon vor Beginn für politischen Wirbel gesorgt hat: Es gab Ärger aufgrund der Teilnahme Russlands, Proteste gegen den israelischen Beitrag, Absagen mehrerer Länder und last but not least den geschlossenen Rücktritt der Jury, normalerweise für die Vergabe des prestigeträchtigen «Goldenen Löwen» zuständig.

Ich komme früh an – noch vor den offiziellen Öffnungszeiten. Eine Menschenschlange erstreckt sich entlang der Promenade. Viele Besucher*innen eilen, sobald sie das Eingangstor passiert haben, schnurstracks zum Österreichischen Pavillon. Bildmaterial von Florentina Holzingers «Seaworld Venice» hat bereits online die Runde gemacht, und die Menschen strömen zu dieser Produktion, als folgten sie einer Vorladung. ...

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Tanz Juni 2026
Rubrik: Bewegung, Seite 4
von Nicolas Vamvouklis

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