Kann das weg?
«Seit Herbst 2020 arbeitet die Steuerungsgruppe ‹TanzArchiv Berlin› an der Entwicklung eines lebendigen, offenen und leicht zugänglichen Archivs für den Tanz in Berlin. Die Berliner Tanzszene braucht aufgrund der besonderen historischen Stellung Berlins ihre eigene Geschichtsschreibung. Tanz war und ist keine unpolitische Kunstform!» So steht es in der Präambel des Abschlussberichts der Steuerungsgruppe «TAB» 2021. Damals waren wir fünf Überzeugungstäterinnen voller Elan und Zuversicht, endlich eine Basis für eine Berliner Tanzgeschichte zu schaffen.
Eine Bestandsaufnahme hatte ergeben, dass über die Stadt und andernorts verstreut die Zeugnisse der tänzerischen und/oder choreografischen Arbeit mehrerer Generationen lagern. Privat gesammelt, aufbewahrt und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Für die jüngeren Generationen ist die eigene Website das Archiv. Darüber hinaus gehende Bestände werden in digitale Speicher geschoben und hoffentlich bei Bedarf wiedergefunden. Diese Situation wurde in und mit der Tanzszene diskutiert, war Teil des Prozesses um eine Erneuerung, eine Anpassung des Berliner Fördersystems. Der hieß «Runder Tisch Tanz» und fand von 2018 bis 2020 statt. ...
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Tanz April 2026
Rubrik: Praxis, Seite 66
von Claudia Henne
Es gibt diese kurzen Videos im Internet, Tanz-Lectures der «Dance Masterclass», in denen Tess Voelker zum Beispiel Improvisationstechniken präsentiert. Da empfiehlt sie die Trennung der Wahrnehmung des Inneren und des Äußeren, der Umgebung, als hervorragendes Hilfsmittel, um neue Bewegungen zu kreieren. Es waren auch Improvisationsvideos auf Instagram, gefilmt in...
Welch entscheidende Rolle er als Choreograf spielen sollte, war dem am 23. Januar 1928 im thüringischen Esperstedt geborenen Tom Schilling nicht in die Wiege gelegt. Kinderballett in Dessau, nach Arbeits- und Kriegsdienst 1945 Solist an der Staatsoper Dresden, begeisterter Unterricht bei Dore Hoyer und, ab 1946, in Leipzig bei Mary Wigman: all diese Einflüsse...
Am Ende sitzt da ein einsamer Jungkönig auf dem Thron, der kaum zu wissen scheint, wie ihm geschieht. Kein Wunder, denn der Spuk, den Tarek Assam mit seinem Ensemble und vier Jazzmusiker*innen auf die Bühne des Quedlinburger Harztheaters zaubert, berauscht den Kopf und vernebelt die Sinne. Was ein Kompliment ist – und ein Quäntchen Kritik zugleich.
Shakespeares...
