Newcomerin: Tess Voelker
Es gibt diese kurzen Videos im Internet, Tanz-Lectures der «Dance Masterclass», in denen Tess Voelker zum Beispiel Improvisationstechniken präsentiert. Da empfiehlt sie die Trennung der Wahrnehmung des Inneren und des Äußeren, der Umgebung, als hervorragendes Hilfsmittel, um neue Bewegungen zu kreieren. Es waren auch Improvisationsvideos auf Instagram, gefilmt in einem Yoga-Studio während der Corona-Lockdowns, die Aurélie Dupont auf die Tänzerin aufmerksam werden ließ. 2020 engagierte die damalige Ballettchefin der Pariser Oper die erst 23-Jährige für eine Kreation.
Voelker, seinerzeit Tänzerin am Nederlands Dans Theater, wunderte sich darüber, dass Menschen das Gefühl hatten, sie besitze wegen ihres Improvisationsstils ein besonderes Talent fürs Choreografieren. Denn damals, sagt sie, hätte sie Improvisation und Choreografie noch als absolute Gegensätze definiert. Hier der momentane Instinkt und Impuls. Dort vor allem die Zeit, das richtige Timing als wichtiger Faktor. Heute versucht sie in ihrer choreografischen Arbeit immer auch die Kehrseite der Medaille zu sehen, forscht nach der jeweils anderen Betrachtungsweise und meint, zurückzugehen in die Freude der Improvisation mache ...
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Tanz April 2026
Rubrik: Side step, Seite 16
von Sarah Heppekausen
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