julie kent
Pirouetten in gerüschten Tutus, romantische Liebesgeschichten mit schönen Prinzen, Ende gut, alles gut – viele Mädchen träumen davon, und die junge Julie Cox aus Bethesda war da keine Ausnahme. Als sie 1985 an die Schule des American Ballet Theatre (ABT) kam, hätte das Timing kaum glücklicher sein können: Mikhail Baryshnikov führt gerade Castings für seinen Film «Dancers» (1987) durch, der die Geschichte von «Giselle» spiegelt, erzählt als Verrat eines Regisseurs an einer Ballerina.
Julies anmutiges Gesicht, in zahlreichen Close-ups festgehalten, erinnert fast schon an die Venus von Botticelli. Von der Ballett-Ikone Baryshnikov auf die Leinwand gebannt, verfügte sie damals über sämtliche Ingredienzen für eine drei Jahrzehnte währende Karriere – und Partien, die von der Zuckerfee im «Nussknacker» bis zu Hagar in Antony Tudors «Pillar of Fire» ein breites klassisches Repertoire abdecken. Den Namen, den ihr Baryshnikov damals vorschlägt, sollte sie bis heute beibehalten: Julie Kent.
Mikhail, der Wegbereiter
Mikhail Baryshnikov ist Julie Kents künstlerischer Taufpate. Er hat sie im Abspann des Films gesondert genannt. Sie spielte die Rolle seiner neuesten romantischen Entdeckung, lernt ...
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Tanz Juni 2015
Rubrik: menschen, Seite 26
von Merilyn Jackson
Ihr Tanz ist Arbeit, stemmt sich gegen Widerstände und fliegt spielerisch leicht davon. Antje Velsinger, die am K3-Zentrum für Choreografie in Hamburg zuletzt ihr Stück «Haus, kein Haus» zur Uraufführung brachte, erkundet den Tanz in allen erdenklichen Dimensionen. «Ich sehe Bewegung nie isoliert, der Körper steht immer in Relation zu etwas anderem.»
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