Jo Fabian: «Polka Dot»

Berlin

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«Wie kann man neu anfangen ohne Geld?» Die Frage brummt und summt im kleinen Berliner Orphtheater. Die Hütte im Hinterhof erinnert an eine Mischung aus Stephen Hawkins’ Denkerstube, Bill Gates’ erster Computergarage und Harald Schmidts Sketch-Factory. Orph-Betreiber Matthias Horn gibt den Ostberliner Harald Schmidt, lässig und sprunghaft. Er trägt Melone und Sonnenbrille. Jo Fabian, ungelähmter Stephen Hawkins, Choreograf und akribischer Zeitverlangsamer, lässt ihn sagen: «Lieber an einer großen Aufgabe scheitern als in einer kleinen Bewältigung überleben.

» So ist gerade die Stimmung. Hoffnunsglos. Die Bühne, die Tapete, das Sofa, das Kleid der Tänzerin Annegret Thiemann, der Porzellanhund, der blutbefleckte Teppich: Alles ist schwarz gepunktet.
«Polka Dot» heißt das Stillleben nach einem Gemälde des Holländers Rob Steenhorst. Wie Schmidts Fernsehshow eine Stadt bei Nacht zeigt, also bloße Pixel, also schwarze Löcher, also viel zu grobe Raster einer feinmaschigen Gesellschaft. Würde Stephen Hawkins jedenfalls sagen. Und: «Je unschärfer wir hinschauen, desto eher verschwindest du aus der Wahrnehmung.»

Es geht um was. «Wenn du nicht Gott wärst, was würdest du als Erstes tun?», fragt ...

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Tanz Dezember 2008
Rubrik: Gastspiel, Seite 38
von Arnd Wesemann

Vergriffen
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