Xin Peng Wang: «Krieg und Frieden»
Sie haben in Dortmund eine regelrechte Balletteuphorie ausgelöst. Die Stadt hat Sie mit der Unabhängigkeit belohnt. Wie ist dieses Ballettwunder gelungen? Ich bin glücklich, es war ein langer Weg. Als ich 2003 nach Dortmund kam, war mein Ziel eine eigenständige Tanzsparte. Nur so ist langfristiger Erfolg möglich. Deshalb habe ich sie immer wieder gefordert. Dazu mussten wir Erfolge vorweisen und das Publikum gewinnen. Das haben wir jetzt geschafft.
Es gibt einen neuen Namen, Ballett Dortmund, ein eigenes Budget, Personalhoheit, eine Anpassung der Tänzer-Gehälter an die Tarife und Autonomie u. a. bei Gastspielvereinbarungen. Was genießen Sie besonders? Wir müssen z. B. nicht mehr in Musicals auftreten. Nächsten Juni gestalten wir einen gemeinsamen Abend: Die Oper produziert «Oedipus», wir das Ballett «Sacre du printemps». Das ist Gleichberechtigung.
Im Sommer bekommen Sie auch ein neues Trainingszentrum im ehemaligen RWE-Sonnenenergieforum im Westfalenpark. Auch ein langer Weg. Das neue Haus bietet super Bedingungen. Und schöne Architektur, eine Pyramide mit viel Glas inmitten von Natur. Es gibt zwei große Säle, Garderoben für vierzig Tänzer und Aufenthaltsräume. Ideal auch, um ...
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Unablässig wächst in Frankreich der Kreis der Artisten. Hunderte von Zirkusschulen sind entstanden, und die Akademien spülen jährlich ihre Absolventen in Manegen und Theater. Doch richtige Truppen gibt es kaum noch. Heute bringen Kleinzellen die Recherche voran und ziehen immer weitere Umlaufbahnen, von Finnland bis Afrika, von politisch angehauchter Performance...
Wo liegt Korea? Irgendwo in Asien, versteckt im Schatten Japans. Japan, das «Land der aufgehenden Sonne», hat glänzende Verbindungen zum Rest der Welt. Korea dagegen, das «Land der Morgenruhe», ist ein kulturelles Eiland. Zweigeteilt ist es außerdem. Funktionäre im südkoreanischen Seoul tragen tiefe Sorgenfalten auf der Stirn. Dabei hat Südkorea kein schlechtes...
Mauro Bigonzetti, der internationalste unter den italienischen Choreografen, arbeitet nicht zum ersten Mal in Berlin. Vor zehn Jahren stellte der damalige Chef des Aterballetto an der Deutschen Oper sein Bach-Ballett «Turnpike» vor, ein rasantes, stromlinienförmiges Stück Tanz. Jetzt kehrt er wieder, um für Vladimir Malakhov und Polina Semionova ein Ballett über...
