Xin Peng Wang: «Krieg und Frieden»
Sie haben in Dortmund eine regelrechte Balletteuphorie ausgelöst. Die Stadt hat Sie mit der Unabhängigkeit belohnt. Wie ist dieses Ballettwunder gelungen? Ich bin glücklich, es war ein langer Weg. Als ich 2003 nach Dortmund kam, war mein Ziel eine eigenständige Tanzsparte. Nur so ist langfristiger Erfolg möglich. Deshalb habe ich sie immer wieder gefordert. Dazu mussten wir Erfolge vorweisen und das Publikum gewinnen. Das haben wir jetzt geschafft.
Es gibt einen neuen Namen, Ballett Dortmund, ein eigenes Budget, Personalhoheit, eine Anpassung der Tänzer-Gehälter an die Tarife und Autonomie u. a. bei Gastspielvereinbarungen. Was genießen Sie besonders? Wir müssen z. B. nicht mehr in Musicals auftreten. Nächsten Juni gestalten wir einen gemeinsamen Abend: Die Oper produziert «Oedipus», wir das Ballett «Sacre du printemps». Das ist Gleichberechtigung.
Im Sommer bekommen Sie auch ein neues Trainingszentrum im ehemaligen RWE-Sonnenenergieforum im Westfalenpark. Auch ein langer Weg. Das neue Haus bietet super Bedingungen. Und schöne Architektur, eine Pyramide mit viel Glas inmitten von Natur. Es gibt zwei große Säle, Garderoben für vierzig Tänzer und Aufenthaltsräume. Ideal auch, um ...
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Im Mousonturm in Frankfurt/Main steht ab dem 15. Dezember ein «Gebetomat». Ihn stellt unser langjähriger Autor, der Hörspielmacher und Regisseur Oliver Sturm, auf: zum 20. Geburtstag des seit zwanzig Jahren von Dieter Buroch geleiteten Künstlerhauses. Für 50 Cent werden Gebete aus allen großen und kleineren Religionen erhört. In seinem beichtstuhlähnlichen...
Vor über einem Jahrhundert erschuf der legendäre Phineas Taylor Barnum die «Greatest Show on Earth». Sein fünfmanegiger Zirkus zog mit einer Mischung aus Tier-Nummern, verwegener Akrobatik und den ausgefallensten Kuriositäten das Publikum in Scharen an. Diese Tradition ist immer noch lebendig. In den 1980ern stieß der Cirque du Soleil und mit ihm eine völlig neue...
Monopoly
ist bekannt. Besser die Schlossallee als die Badstraße kaufen, bis einem die ganze Stadt gehört. Im Zweifel geht man, anders als Hypotheken-Spekulanten, eine Runde ins Gefängnis. Das fehlt bei Dance-Opoly. Ansonsten funktioniert das Spiel ganz ähnlich: Besser gleich eine ganze Broadway-Show kaufen als ein Tanzstudio. Man muss auch nichts vortanzen, sondern...
