Jirí Kylián u. a.: "50 Years of Challenging Dance"

Den Haag

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«Was bleibet aber, stiften die Dichter», meinte Friedrich Hölderlin. Und wie sieht das Andenken bei anderern Künstlern aus? Verändert die Zeit nicht jeden Tanz? Merce Cunningham, wie kaum ein anderer beschäftigt mit dem Thema Zeit, hat die Endlichkeit seiner Events rechtzeitig prognostiziert. Pina Bausch ist viel zu früh verstorben, um über ihre Hinterlassenschaft testamentarisch zu verfügen. Jirí Kylián aber, Jahrgang 1947, ist noch jung genug, um über die Vergänglichkeit seiner Choreografien zu spekulieren.


«Mémoires d’oubliettes» nennt er vieldeutig sein jüngstes und wohl letztes Stück für das Nederlands Dans Theater, dem er 36 Jahre kreativ verbunden war. Tatsächlich beschäftigt er sich mit der Erinnerung und dem Vergessen, wenngleich seinen Akteuren eher zum Lachen zumute ist, bis es ihnen im Halse stecken bleibt. Immer wieder taumeln Natalia Horecna, Allan Falieri, Valentina Scaglia, Menghan Lou, Aurélie Cayla und Kenta Kojiri aus der Tiefe des eingetrübten Raums an die Rampe, um sich lachend zu verbeugen. The Show is over – während ihnen aus dem Off Jirí Kylián und Sabine Kupferberg wiederholte Worte aus Becketts «Worstward Ho» um die Ohren schlagen. Wie in «Gods and Dogs», ...

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Tanz Dezember 2009
Rubrik: Highlights, Seite 48
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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