Martin Parr
Martin Parr, der Magnum-Fotograf, eröffnete 2008 eine sensationelle Ausstellung seiner Bilddokumente im Münchner Haus der Kunst. Seither tourt sie um die Welt und zeigt einen Fotojournalismus britischer Herkunft, der sich restlos dessen bewusst ist, dass fast jeder selbst eine Kamera besitzt, und sei sie im Handy eingebaut. Aber, so Parr: «Es gibt sicher mehr Menschen in der Welt, die tanzen, als Menschen, die fotografieren.» Mit einer Ausnahme: Martin Parr, der bei einem Forró, wie in São Paulo viele Tanzveranstaltungen heißen, noch dann fotografiert, während er selber tanzt.
Auf die Idee kam er vor 38 Jahren, als er im englischen Seebad Bexhill-on-Sea den Untergang des Britischen Empires im Tanz der sommerlich zum Orchester sich wiegenden Bevölkerung entdeckte. Seitdem hat er keine Tanzveranstaltung ausgelasssen, weder einen Danzón in Mexiko noch einen Tanzwettbewerb in Blackpool. Zu sehen sind die Fotografien in seinem handsignierten Fotobuch everybody dance now, das soeben in der Edition des amerikanischen Edeltanz-Magazins 2wice erschien. www.2wice.org
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