Jenseits
Die beiden holländischen Fotografen Huub Schilte und Jacqueline Portielje trafen sich zum ersten Mal 1975. Irgendwann beschlossen die beiden, «ohne vorgefassten Plan zu arbeiten». Der gelernte Architekt und die studierte Künstlerin firmierten 22 Jahre nach ihrem Kennenlernen erstmals als Schilte & Portielje. Seitdem kennt man sie in der Kunstwelt. Mit der Zeit wuchs «eine digitalisierte Bilddatenbank, die wir über Jahre sorgfältig aufgebaut haben». Aus ihr entnehmen sie Werke «ohne Titel» und komponieren sie so, dass lauter schwarzweiße Tänzer entstehen.
Da ist dieser kleine Junge in Stechschritt-Pose, dem die Kleider und die Schaffnermütze am Körper herumtanzen. Oder die beiden ballerinen, auf die man ballern kann – was offenkundig schon jemand vor uns getan hat. «Unabhängig voneinander wählen wir die einzelnen Fragmente und untersuchen, jeder für sich, inwieweit es die gewählten Bilder erlauben, zu einem Konzept für eine neue Arbeit zu werden.» Ein Konzept, das so bestechend ist, weil es sowohl die Gedanken wie die Figuren tanzen lässt. Noch bis zum 31. Okt. in der Kölner galerie-binz-kraemer.de
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