Australian Dance Theatre & Garry Stewart: «G»
Vor acht Jahren machte der australische Choreograf Garry Stewart aus «Schwanensee» ein athletisches «Birdbrain», das auf der ganzen Welt gefeiert wurde als die zeitgenössische Interpretation schlechthin. Mit einer «non-linearen Re-Komposition» ist nun «Giselle» dran, kurz . Es entstand beim letzten Adelaide Festival of Arts mit Hilfe des Joyce Theater in New York, des Southbank Centre London, der australischen Merrigong Theatre Company in Wollongong und des Théâtre de la Ville in Paris. Diese Liste von Sponsoren zeigt: Dem Mann traut man was zu.
«G», die neue Arbeit für sein Australian Dance Theatre, wirkt auf den ersten Blick sehr hübsch, meist in Grüntönen gehalten, weil Daniel Jabers Kostüme die Schäferidylle des ersten Akts von Adolphe Adams Ballett aufnehmen. Die Frauen tragen durchsichtig-grüne Tüllröcke und grüne Stroh-Tops, die Männer tanzen in blassgrünen Jackets und Kniebundhosen im Landhausstil: Idylle pur. Der Rest ist postmoderner Techno. Ein großer LED-Bildschirm im Hintergrund wirft freie Textassoziationen zum Originallibretto aus. Verrücktheit, Liebe, Betrug und Verzweiflung. Dazu wummert die pulsierende Komposition von Luke Smiles, Stewarts langjährigem ...
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