Jenseits
Eine gewöhnliche Bühne zeigt den Tänzer immer nur von der Seite, die er dem Publikum gerade zuwendet. Selbst wenn sich der Tänzer dreht, bleibt er streng genommen immer nur aus der einen frontalen Perspektive sichtbar.
In Australien wurde nun eine sogenannte «infra sphere camera technology» entwickelt, die die Künstler Jeffrey Shaw und Sarah Kenderdine nach Europa brachten. Volker Kuchelmeister kreierte daraus zusammen mit dem weltberühmten japanischen Tänzer Saburo Teshigawara eine Installation namens Double District.
Auf sechs Leinwänden tanzen Teshigawara und seine Partnerin Rihoko Sato ein Duo, das gleichzeitig von sechs Kameras aufgenommen wurde.
Während Teshigawara auf der einen Leinwand auf den Zuschauer zutanzt, tanzt er auf der gegenüberliegenden Fläche mit dem Rücken vom Betrachter weg. Wieder sieht man also nicht alles gleichzeitig. Aber legt man wie hier die sechs Bilder einfach nebeneinander, kann man dieselbe Tanzbewegung aus sechs verschiedenen Ansichten zugleich studieren.
Diese übergroße Sichtbarkeit, von epidemic.net vertrieben und zuletzt im Volcan von Le Havre zu sehen, verwirrt ein bisschen, aber schön ist es schon: Saburo Teshigawara und Rihoko Sato von allen ...
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