jean georges noverre
Zu seinem Erstaunen muss Noverre feststellen, dass er in Berlin gelandet ist, einem Ort, den er während seiner Karriere aufgrund des schlechten Balletts nicht in bester Erinnerung hatte. Das Opernhaus, erbaut unter Friedrich dem Großen, steht noch, ist aber wegen Renovierung geschlossen. So begibt sich Noverre in ein sogenanntes Kulturkaufhaus an der Friedrichstraße, um zu erkunden, ob sein Verleger mit den Briefen Gewinne macht. Diese sollen jedoch gar nicht mehr lieferbar sein. Mit Unterstützung einer freundlichen Mitarbeiterin bekommt er he-raus, dass sie antiquarisch zu erlangen wären.
Für schlappe 1600 Euro. Der Hinweis, dass bei Bestellungen ab 500 Euro der Versand kostenfrei erfolge, hilft hier wenig. Noverre ist etwas niedergeschlagen. Dafür erblickt er im Tanzliteraturregal einen Ballettführer. Beim Durchblättern wird ihm fast schwindlig vor Aufregung. Handlungsballette ohne Ende von «Abraxas» bis «Der Zauberladen». Dann hatte doch alles Sinn gehabt – die ganze von ihm so vehement betriebene Reform des Balletts.
Noverre blättert und stößt auf atemberaubende Dinge: Ballette, die genau das zu sein scheinen, was er mit seiner Ballettreform, beschrieben 1760 in den «Briefen ...
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Monaco: Hochhäuser, so weit das Auge reicht, auf jedem ein Hubschrauberlandeplatz, um die Apartments so diskret zu erreichen wie die Bankfiliale im Sockelgeschoss. Architektonisch gesehen, ist der Zwergstaat ein Unikat an Scheußlichkeit. Zweimal sind Jana Unmüßig und Anna Melnikova hier gewesen, um ihre Präsente fürs «Monaco Dance Forum» vorzubereiten. Beide haben...
Dieser Wettbewerb traut sich was. Juliane Rößler rief ihn vor fünf Jahren ins Leben, nicht, um dem Ballett den Rücken zu kehren, sondern um dem altbackenen Allmachtsanspruch des Balletts die Kreativität der Choreografen entgegenzuschleudern – die selbstredend auch mit Balletttechnik im Ludwigshafener Pfalzbau ihren battle veranstalten, wie es ihnen parallel der...
arte
2. Okt., 8.45h; 12. Okt., 10.05h: «Mariä Verkündigung», Tanzstück von Angelin Preljocaj, F 2002
3. Okt., 9.45h; 7. Okt., 7.30h; 20. Okt., 4.30h: «One Flat Thing, reproduced», Ch.: William Forsythe, Tanzfilm von Thierry De Mey, F 2006
10. Okt., 9.50h: «Chaconne», Ch.: Christian Spuck, Tanzstiftung Birgit Keil, D 2004
11. Okt., 21.55h: «Leonard Bernstein. The Making...
