jean georges noverre
Zu seinem Erstaunen muss Noverre feststellen, dass er in Berlin gelandet ist, einem Ort, den er während seiner Karriere aufgrund des schlechten Balletts nicht in bester Erinnerung hatte. Das Opernhaus, erbaut unter Friedrich dem Großen, steht noch, ist aber wegen Renovierung geschlossen. So begibt sich Noverre in ein sogenanntes Kulturkaufhaus an der Friedrichstraße, um zu erkunden, ob sein Verleger mit den Briefen Gewinne macht. Diese sollen jedoch gar nicht mehr lieferbar sein. Mit Unterstützung einer freundlichen Mitarbeiterin bekommt er he-raus, dass sie antiquarisch zu erlangen wären.
Für schlappe 1600 Euro. Der Hinweis, dass bei Bestellungen ab 500 Euro der Versand kostenfrei erfolge, hilft hier wenig. Noverre ist etwas niedergeschlagen. Dafür erblickt er im Tanzliteraturregal einen Ballettführer. Beim Durchblättern wird ihm fast schwindlig vor Aufregung. Handlungsballette ohne Ende von «Abraxas» bis «Der Zauberladen». Dann hatte doch alles Sinn gehabt – die ganze von ihm so vehement betriebene Reform des Balletts.
Noverre blättert und stößt auf atemberaubende Dinge: Ballette, die genau das zu sein scheinen, was er mit seiner Ballettreform, beschrieben 1760 in den «Briefen ...
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teilte Ende August mit, dass er seinen Vertrag mit dem Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen nicht bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit erfüllen werde. Der nach John Neumeier am längsten amtierende Ballettdirektor Deutschlands – Schindowski trat 1978 in Gelsenkirchen an – wäre 2013 regulär in Ruhestand gegangen, nun hört er zum Ende der laufenden Spielzeit auf....
