rücktritt: Bernd Schindowski
teilte Ende August mit, dass er seinen Vertrag mit dem Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen nicht bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit erfüllen werde. Der nach John Neumeier am längsten amtierende Ballettdirektor Deutschlands – Schindowski trat 1978 in Gelsenkirchen an – wäre 2013 regulär in Ruhestand gegangen, nun hört er zum Ende der laufenden Spielzeit auf. Der Rücktritt war sorgfältig geplant.
Nachdem im Februar dieses Jahres publik geworden war, dass die Stadt dem Theater eine Sparauflage von einer Million Euro bis 2013 macht, klingelten die Alarmglocken: «Mir fiel auf, dass dieser Termin mit meinem regulären Ausscheiden zusammenfällt», sagt Schindowski, weil man – wie praktisch – eine Million sparen könnte, wenn man das Ballett auflösen würde. Also sprach er mit Intendant und Verwaltungsdirektor. «Wenn ich 2011 aufhöre, hat die Theaterleitung die Möglichkeit, einen neuen Direktor zu engagieren. Ausschlaggebend war meine Sorge, dass die Kompanie nicht weitergeführt werden würde. Ich räume meinen Platz, damit ein Nachfolger so rasch wie möglich gefunden werden kann.» Ein Rücktritt, um Druck auf die Stadtverwaltung auszuüben. Die hat pflichtschuldig ihr Bedauern über ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Janet Eilber, seit 2005 sind Sie künstlerische Direktorin des Martha Graham Center of Contemporary Dance. Sie haben die Kompanie aus den Turbulenzen nach Martha Grahams Tod geführt und sind nun dabei, das Repertoire behutsam zu erneuern. Und Sie unterrichten die Fortgeschrittenenklasse der Martha Graham School of Contemporary Dance. Haben Sie dafür überhaupt noch...
ist gegenwärtig der Darling des Balletts. Der 1977 geborene Franzose kam im Alter von 16 Jahren zum New York City Ballet, stieg dort zum Solisten auf und schwimmt seitdem auf einer Welle der Kreativität. In New York choreografiert er in immer rascherer Folge für die weltberühmte Kompanie, im vergangenen Jahr schuf er die Tanzeinlagen für den im Ballettmilieu...
«Das HAU zu leiten macht mir viel Spaß, aber vielleicht ist das genau der richtige Moment, um aufzuhören», sagt Matthias Lilienthal. Nach acht Jahren will der Gründer des Festivals «Context» und Förderer u. a. der Choreografin Constanza Macras mit Eigenproduktionen wie «X Wohnungen», die überall auf der Welt in Wohnungen meist armer Menschen mit Künstlern aus...
