Jan Lauwers: «Lobster Shop»

Belgien

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Jan Lauwers’  weiße Bühne ist sein Markenzeichen, ebenso wie das transdisziplinäre Miteinander, Durcheinander und Füreinander. Tanz, Text, Musik, Film, Skulpturen. Lauwers ist ein Essayist der  Bühne. Er zeichnet die Welt nicht im Portrait, sondern in ihrer Art zu funktionieren. Durch simultane Zeiten und Räume. Der weiße Grundton erlaubt, sie ineinander zu weben. Lobster Shop hat zwar eine Geschichte zu erzählen, aber es geht um mehr als nur darum, die Puzzleteile korrekt zusammenzusetzen. Es geht nicht nur um das Bild, sondern um die Perspektive.

Das Aufheben der Chronologie stellt auch die Kausalität infrage. Das ganze Stück über beteuert Axels Sohn, er sei noch am Leben. Axel will sich das Leben nehmen, weil er seinen Sohn verloren hat. «Weil» oder «während»? «Obwohl» oder «darin»? Im «Lobster Shop» geht es nicht voran. Krebse kriechen seitwärts. Seinen Sohn durch einen Unfall zu verlieren, ein Albtraum. Es ist ein Stück über Ausweglosigkeit. Ein Flüchtling, brennende Autos, soziale Krise. Die Erzählung wogt hin und zurück. Das Klonen des Bären und von Jimmy Hendrix gelang Alex nur zur Hälfte, sodass die zwei nun als «Wer-bin-ich?» durch die Welt schlurfen. Wo nahm das Unglück ...

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Tanz Januar 2007
Rubrik: Der Kalender, Seite 33
von Thomas Hahn

Vergriffen
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