Was denkt Valentina Divina
Was ich denke, oder glaube, ist, dass Tanz als erste und älteste Kulturtechnik jedem Menschen zur Verfügung steht. Wenn er sie nutzt, setzt sie Kräfte frei, egal ob professioneller Tänzer oder interessierter Laie. Kräfte, von deren Existenz wir vorher vielleicht keine Ahnung hatten, die aber in vielen Bereichen von Nutzen sein können. Für professionelle Tänzer und Künstler ist dies große Verantwortung. Und eine noch größere Chance. Tanzbewegungen, die gesellschaftlich verankert sind, haben in Deutschland mit Eintritt der Moderne seit der Wende vom 19. ins 20.
Jahrhundert Tradition – denken wir an die Querverbindungen zwischen Ausdruckstanz und Wandervogelbewegung, zwischen Emanzipationsbestrebungen und solistischem Frauentanz usw. – und sie verlaufen in Wellen. Gerade erleben wir, dass Tanzen in jeder Form wieder populär wird. Ein Grund sind Ergebnisse auch der neueren Hirnforschung, die das Potenzial des Tanzes für die Erweiterung und die Modifikation unseres Wissens über das Denken bestätigen – kurz gesagt: Bewegung fördert die Intelligenz. Oder: Tanzen macht schlau. Ein anderer ist unsere wachsende Hilflosigkeit gegenüber den verheerenden Konsequenzen sozialer Vernachlässigung ...
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So freundlich diese unterlebensgroßen Asiaten in ihren mausgrauen Mao-Jacken auch blicken, ihr theatralisches Spiel macht den Außen-stehenden zum Fremd-Körper, ihre physische Natur stimmt nachdenklich. Wer ist hier sprachlos? Die Kunstfigur als Spiegel des entfremdeten Selbst?
Und was gibt’s da zu lachen? Irgendwie ansteckend, diese gelassene Heiterkeit von hundert...
Wer nach dem einfühlenden Portrait der Altkanzler-Gattin «Hannelore Kohl» glaubte, Johann Kresnik sei altersmilde geworden, sieht sich getäuscht. Bei der Uraufführung seines ersten Teils von Richard Wagners «Der Ring des Nibelungen» in der Oper Bonn floss Blut wie in alten Zeiten – aus aufgeschlitzten Rheintöchtern, aus dem abgehackten Geschlechtsteil Alberichs,...
Captive audiences savored the premiere of “Import/Export,” a brand-spanking new production from Belgian Les Ballets C. de la B. Spanking may be the operative word, as this show veers between pleasure and pain. The piece, from constant choreographer Koen Augustijnen and countertenor Steve Dugardin, hovers at a static pitch. As the title suggests, there’s commerce at...
