Physical Virus Collective
Irgendwann hört man das Geknatter der Enduros. Vor dem Privathaus im Freiburger Westen stoppen zwei Maschinen. Man ahnt gleich, dass unter den Helmen auf dem Sozius zwei Tänzer versteckt sein könnten. Der Auftritt ist dramatisch. Er wird in einer kleinen Wohnung des Privathauses fortgeführt. Da simulieren die Behelmten mit Leuchtschwertern den Krieg der Sterne, bevor sie Kopf- und Lederpanzer ablegen und auf engstem Raum tanzen. Zuvor spekuliert man vor einem Bücherregal, wer diese Frau Schmidt wohl ist, die hier lebt.
Die Bücher deuten auf eine Physiotherapeutin, die gern Urlaub in Frankreich macht. In Freiburg ist das nicht außergewöhnlich. Bemerkenswert ist eher, dass Frau Schmidt dem neuen Freiburg-Heidelberger Tanzensemble Physical Virus Collective (pvc) ihre Wohnung für den ersten Einsatz im Programmsegment «Hit and Run» zur Verfügung stellt.
Hit and Run
Unter den Helmen kommen Graham Smith und Joachim Schlömer zum Vorschein und machen klar, dass sie sich diesem SEK-Einsatz mit vollem Körpereinsatz widmen werden. «Hit and Run» muss man sich also als tänzerische Intervention im Stadtraum unter Berücksichtung minimaler Wohnräume vorstellen. In Frau Schmidts Wohnzimmer finden ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Jan Lauwers’ weiße Bühne ist sein Markenzeichen, ebenso wie das transdisziplinäre Miteinander, Durcheinander und Füreinander. Tanz, Text, Musik, Film, Skulpturen. Lauwers ist ein Essayist der Bühne. Er zeichnet die Welt nicht im Portrait, sondern in ihrer Art zu funktionieren. Durch simultane Zeiten und Räume. Der weiße Grundton erlaubt, sie ineinander zu weben....
Dies ist kein weiteres Heft zum Mythos Berlin. Wir werden auch nicht erklären, warum wir «trotzdem» hier wohnen. Trotz ungeregelter Ladenschlusszeiten, trotz drei Opernhäusern, trotz drei Flughäfen. Wir geben ja zu, dass das alles Luxus ist im Angesicht einer so desolaten Förderung des Tanzes. Wir werden uns bessern. Denn weniger Flughäfen, Opern und dafür mehr...
Miyako Yoshida is one of the most popular principal ballerinas of the Royal Ballet in London of
recent years. Joining the Royal Ballet in 1995, she danced nearly all the major classical roles, including Odette/Odile, Aurora, Juliet, Giselle, Kitri and many others. She began her training in Tokyo at the age of nine and was awarded the Prix de Lausanne as a promising...
