Rhein-Neckar

Die Rhein-Neckar-Szene ist nicht schlecht aufgestellt. Aber es klemmt an den üblichen Baustellen: Geld, Räume, Infrastruktur. Nun entsteht in Mannheim ein weithin sichtbarer Tanz-Tempel

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Das Aroma von gebratenem Fleisch dringt aus dem Döner-Laden. Vor einer Baklava-Bäckerei hängen Jugendliche ab. Selbst die Tür des Juweliers, dessen Schaufenster mit goldenen Ketten behängt sind, steht weit offen. Hier im multikulturellen Herzen der Mannheimer Quadrate – Bezeichnung für die in Häuserblöcke gegliederte Innenstadt – herrscht meist reges Treiben. Nur wenige Schritte entfernt thront ein Betonblock, dessen schwere Metalltore 15 Jahre geschlossen waren.

Die Trinitatiskirche gehört zu den aufsehenerregenden Bauten der Nachkriegszeit, aber weil ihr die Gläubigen abhandengekommen waren, schrieb die protestantische Kirche einen Wettbewerb aus. Unter den 28 Bewerbungen für eine neue Nutzung bekam das «EinTanzHaus», benannt nach dem Trägerverein der Initiative, den Zuschlag. Damit geht der Traum von einer großen Bühne für die freie Szene in Erfüllung. Denn auch in der Rhein-Neckar-Region mangelt es an Proben- und Aufführungsorten mit geeignetem Boden, gibt es kein regelmäßiges Profitraining für die Freien.

Freier Tanz im Delta

Wo bisher Kirchenbänke aufgereiht waren, sollen bald 150 Zuschauer und eine 14 mal 14 Meter große Bühne Platz finden. Darüber funkeln rubinrot, ...

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Tanz Juli 2017
Rubrik: Serie: Freie Szene, Seite 62
von Antje Landmann

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