gabriele corrado
Er sprang für den verletzten Roberto Bolle ein und erwies sich als würdiger Ersatz, als er mit Alina Somova George Balanchines «Jewels» auf der Bühne der Mailänder Scala durchtanzte. Geboren in Casarano (Provinz Lecce), beendete er 2005 die Ballettschule der Scala und wurde vom Rotary Club als einer der besten Jahrgangsstudenten ausgezeichnet. So trat er ins Corps de ballet der Scala ein und erhielt sehr schnell Solorollen. 2007 war er der Armand in John Neumeiers «Kameliendame», Angelin Preljocaj vertraute ihm eine Hauptpartie in «Le parc» an.
Er war der Siegfried im «Schwanensee» von Wladimir Burmeister in der Arena von Verona mit Eleonora Abbagnato von der Pariser Opéra anlässlich der Rai-Uno-Sendung «Premio Barocco». Vier Jahre später tanzte er dieselbe Rolle in Rudolf Nurejews Produktion, die für ihn ungleich anspruchsvoller gewesen sei, wie er sagt. 2008 war er der Romeo in Kenneth MacMillans «Romeo und Julia» und tanzte in der «Mediterranea» von Mauro Bigonzetti. 2009 gab er den Apollo in Balanchines gleichnamiger Choreografie und wirkte in Roland PetitsBallett «Pink Floyd» ebenso mit wie in Balanchines «Sommernachtstraum» und Maurice Béjarts «Chant du compagnon errant», ...
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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Hoffnungsträger, Seite 139
von
Jared Gradinger und Angela Schubot stehen sich gegenüber und schließen die Augen. Bis zum Ende ihrer knapp einstündigen Tanzperformance «is maybe» im Juni im Berliner HAU werden sie sie nicht öffnen. Eyes wide shut. Kein Blick fällt auf den anderen. Denn Blicke schaffen Distanz. Die beiden sehnen sich nach grenzenloser Nähe. «is maybe» kreist um den Wunsch, vom...
Bis heute ist sie frei, muss jedes Jahr um ihren Etat kämpfen und deshalb ein dichtes Netz von Koproduktionen spinnen. Was bei ihr heißt: permanent über den eigenen Tellerrand zu blicken. Sie hat allein in dieser Spielzeit zwei zeitgenössische Opern als Tanzmusikstücke choreografiert und inszeniert: «Passion» ihres Komponistenfreundes Pascal Dusapin in Paris und...
Gegen Ende des Stücks nähert sich der Cellist der barbusigen Tänzerin, bespielt nun ihren Körper, wie er es zuvor mit seinem Instrument getan hat: zärtlich, energisch, demutsvoll. Dieses Bild ist voll Erotik und sublimer tänzerischer Strenge. Anna Konjetzky hat es ersonnen und lässt mit ihm ihr Stück «Tagebuch – si un jour tu décides de partir» aus dem Jahr 2008...
