Choreologe
Notation als Sicherungskopie
Sorgen, was nach der Karriere kommen würde, brauchte sie sich nicht zu machen: Die Qualifikation für die Zeit danach hatte sie schon in der Tasche, bevor es überhaupt losging. Cherie Trevaskis, die Choreologin des Bayerischen Staatsballetts, ist ein Musterbeispiel für Transition, und das zu einer Zeit, als dieses Wort noch gar nicht die heutige Bedeutung hatte.
Erst absolvierte sie eine Ausbildung zur Choreologin in der von Joan und Rudolf Benesh in den 1950er-Jahren in Großbritannien erfundenen Methode zur Aufzeichnung von (Bühnen-)Tanz, der Benesh Movement Notation, dann startete sie professionell mit dem Tanzen.
Das sei nicht ihre Idee gewesen, stellt Cherie Trevaskis klar. Ihr Vater habe darauf hingewiesen, dass die Notation etwas sei, was sie nach dem Ende der Tänzerlaufbahn machen könne, erzählt sie. Und ihr deshalb empfohlen, für ein Jahr nach London zu gehen und neben weiterem Tanztraining die Benesh Movement Notation vollständig zu erlernen. Das war 1968. Die war ihr zu diesem Zeitpunkt nicht fremd gewesen, denn zu ihrem Studium an der Australian Ballet School gehörte der Unterricht in dieser Tanzschrift, die heute neben der Labanotation zu den ...
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