In Scherben
Eric Gauthier hat’s drauf. Egal, mit wem man spricht. Egal, wer von ihm erzählt. Egal, wo er gerade auftritt … im Fernsehen, vor Theater-Publikum, bei einer Diskussion. Man wird es nicht erleben, dass dem Kanadier und Wahl-Stuttgarter die Worte ausgehen. Weil er sich im Zweifelsfall mit seinem zauberhaften Denglisch immer in die nächste Runde rettet: «Tell me – wie heißt das?» Und so hat er auch sein am Stuttgarter Theaterhaus ansässiges Ensemble inzwischen auf eine Größe gebracht, der sich die Politik verpflichtet fühlt.
Man kann Gauthier Dance nicht mehr übersehen, nicht mehr wegdenken, nicht mehr ignorieren. Was Wunder, dass zur jüngsten Premiere «Elements» die Reihe 1 mit allerlei Honoratior*innen, Politiker*innen, Stiftungsvorständen bestückt war. Not bad, really. Seit Jahresanfang kriegt die Kompanie mehr Geld, und das hat sie auch verdient. Den anreisenden Choreograf*innen freilich kann sie keine Honorare ausschütten, wie sie andernorts geboten werden. Und trotzdem landen konstant Vertreter*innen des High-End-Tanzmarktes im Theaterhaus auf dem Stuttgarter Pragsattel an – weil Gauthier schlicht ein begnadeter Netzwerker ist. Dieses Mal mit von der Partie: Sharon Eyal, Andonis ...
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Tanz Mai 2024
Rubrik: Produktionen, Seite 9
von Dorion Weickmann
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