Vielflieger

Die Karriere des Choreografen Bryan Arias ist im Aufwind. Seine persönliche und künstlerische Lebensreise begleitet Helmut Ploebst

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Zum Interview trägt er eine rote Baseballkappe, auf der dezent weiß die Buchstaben NYC leuchten. Bryan Arias ist ein echter New Yorker, vor allem aber ein angehender Fixstern am Firmament des zeitgenössischen Ballettschaffens. In Wien an der Volksoper hat er im Januar einen Job zu erledigen, der ihn begeistert: Unter der Regie von Lotte de Beer choreografiert er eine Neufassung der «West Side Story». Sie wird ein beachtlicher Erfolg werden.

Abenteuerliche Reise
Für Arias ist 2024 ein arbeitsreiches Jahr.

Anfang Mai präsentiert er eine Uraufführung mit dem Saarländischen Staatsballett, weitere neue Stücke sind in Chicago, Zürich und Greifswald angesetzt. Für das Gespräch über seine Laufbahn kommt der 37-Jährige ins «Einsingzimmer» der Wiener Volksoper. Sein bisheriges Leben fühlt sich für ihn wie eine abenteuerliche Reise an, und das hat ihn auf das Thema seiner Choreografie in Saarbrückens Alter Feuerwache gebracht – es trägt folgerichtig den Titel «Odyssey». Geboren in Ponce, Puerto Ricos viertgrößter Stadt, emigrierte Arias im Alter von neun Jahren mit Mutter und Bruder nach New York. Nach seiner Ausbildung arbeitete er ein Jahr als Tänzer in Charlotte, NC, dann wieder im Big ...

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Tanz Mai 2024
Rubrik: Menschen, Seite 23
von Helmut Ploebst

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