In Räumen denken. Bühne - Tanz - Traum

Das Tanzarchiv Köln widmet der Geschichte des Raums im Tanz eine eigene Ausstellung, noch bis zum 10. Januar 2010.

Tanz - Logo

Die Zentralperspektive im Theater ist Geschichte? Zumindest gibt es seit dem letzten Jahrhundert Entwicklungen im Tanz, die der Tatsache Rechnung tragen, dass wir keine Monarchie mehr sind. Die Königsloge ist nicht mehr Fluchtpunkt der Bewegung – so gleichberechtigt wir Bürger, so vielfältig auch das Angebot an unsere Augen.

En dehors und en devant wird nur noch (manchmal) im Ballett getanzt. Zeitgenössische Choreografen sehen die Bühne als Spiel-Raum.

Oder sie verlegen ihre Stücke gleich ganz aus den einschlägigen Mauern in Fabrikhallen, Arenen, den urbanen Raum …

Das Deutsche Tanzarchiv Köln hält die Geschichte des Raums im Tanz für besonders bewegt und widmet ihr deshalb eine Ausstellung im Tanzmuseum (bis zum 10. Januar). Zu sehen sind unzählige Exponate zu den realen und virtuellen Wirkungsstätten des Tanzes und zu den Protagonisten – u. a. Cunningham, Forsythe – und ihrer Evolution.
 

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz November 2009
Rubrik: Ausstellungen, Seite 45
von

Vergriffen
Weitere Beiträge
Tanzen im Flow des Films

Keine Logik, keine Ordnung, keine Hierarchie. So sieht María Ribot alias La Ribot ihr neues Werk, «Llámame mariachi». Mit der engen Verbindung von Tanz und Film will sie nichts weniger als eine neue Bühnensprache entwerfen. Das Resultat ist verblüffend. Zwar fällt der von den drei Frauen La Ribot, Marie-Caroline Hominal und Delphine Rosay getanzte erste Teil der...

Wayn Traub: «Maria Magdalena»

Alchimisten haben es heute leichter als im Mittelalter. Es reicht, ein mysteriöses Pulver in eine Messingschale zu schütten, einen Sturm aus Videobildern zu entfachen, einen orangen Kopfputz zu tragen und verwirrende Geschichten zu erzählen, die sich nach und nach ineinander auflösen. So ein Alchimist wird zum funkelnden Alien, zum schillernden Cocktail aus...

Drei Kompanien

Drei neue Kompanien wollen die einstige Tanzstadt Köln erobern. SoDance heißt die Erste, die sich Anfang Oktober mit «Achtung! Ameisen fallen nach links!» vorstellte. Gegründet wurde das freischaffende Ensemble vom Kölner Choreografen Guido Markowitz  und von Lior Lev, dem aus Israel stammenden Choreografen aus Stuttgart. Die Nächsten heißen Michael Maurissens und...