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José de Udaeta betrat zusammen mit der Schweizer Tänzerin Susana Audeoud 1948 die Weltbühne. Als Susana y José tanzten die beiden 22 Jahre lang ihren spanischen Tanz, begleitet vom Komponisten Antonio Robledo, Susanas Lebenspartner, der mit ihr die Schweizer Kompanie Flamencos en route gründete. José de Udaeta beginnt seine steile Karriere in Deutschland 1958 als Dozent der Internationalen Sommerakademien in Krefeld und Köln.
Als die ihre Pforten schließen, wendet er sich 1977 der Kastagnette zu, mit der er ebenso virtuos die Sopranistin Montserrat Caballé begleitete wie Herbert von Karajans «Carmen» in Salzburg und Barcelona 1986. Ein Jahr später erhält de Udaeta den Deutschen Tanzpreis als der «graziöse Professionalist», der beinah Mediziner geworden wäre. Flamenco hatte er heimlich studiert, dann aber akzeptierte man den Solotänzer und Choreografen an den Opernbühnen Madrids. Seinen außerordentlich Ruf, folgt man seinem Kritiker Klaus Geitel, verdankte der Weltreisende seinem «Bühnen-temperament. Durch alles blitzte immer ein klein wenig Ironie. Immer stand Udaeta ein paar Zentimeter über der Sache, die er tanzend vertrat. Er stampfte, hackenknallend, Aufklärung aus dem Boden. ...
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Der Tanzkongress
tagt vom 5. bis zum 8. November in Hamburg auf Kampnagel. Vier große Kapitel will er aufschlagen, von «Tanz und Politik» über «Kreation und Reflexion» bis hin zu «Tanzgeschichten» (dem Schwerpunkt in diesem Heft) und «Lebensläufen» (wie wird und bleibt man Tänzer, das war der Schwerpunkt unseres Sommerhefts 8-9/09).
«Tanzgeschichten» erzählen...
Charleroi in Belgien ist sicher nicht der schönste Ort auf Erden. Ausgerechnet im düsteren November will es ein Magnet sein, wenn die Biennale Charleroi/Danses regiert. Zu Beginn soll es zudem heftig schneien, geht es nach dem Eröffnungsstück, «Neige», von Michèle Anne de Mey. Zur traumhaften 7. Sinfonie von Beethoven sollen wir uns da so richtig wegträumen, aber...
Woran Menschen sich gern erinnern, sind die glücklichen Höhepunkte, eine Hochzeit, eine Geburt. Hier darf nie eine Maschine fehlen, die aus dem bewegenden Ereignis die Ikone formt: die Kamera. Das daraus gelöschte Bild soll auch aus dem Gedächntnis verschwinden. Die Bilder, die man herumschickt, repräsentieren ein Ideal, das an die Stelle des flüchtigen Ereignisses...
