Tanzfilme im Wettbewerb, auf DVD und im Kino
Neu auf dvd: «ballet shoes»
Dass ein Paläontologe mit dem bezeichnenden Namen Fossil von seinen Reisen drei Babys mitbringt, ist schon ungewöhnlich. Dass er dann aber für ein halbes Jahrzehnt aus dem Kinderbuch der Noel Streatfeild von 1936 verschwindet, macht ihn nicht unbedingt zum Sympathieträger. Dafür tritt dessen Großnichte Sylvia Brown auf, die sich für die Gören aufopfert. Die drei schwören sich, in die Geschichte einzugehen, weil sie über keine Familiengeschichte verfügen.
Was ihnen nach dem Besuch einer Ballettschule auch mehr oder minder gelingt: Pauline, interpretiert vom Harry-Potter-Star Emma Watson, hat am Ende einen Vertrag als Film-schauspielerin in der Tasche; Petrova, verkörpert von Yasmin Paige, ist beim «Vorspranzen» zwar nicht so erfolgreich (was beides meint: Vorsprechen wie Vortanzen). Dafür scheint sich aber ihr Traum vom Fliegen zu erfüllen. Posy schließlich, alias Luc Boynton, hat mehr als bloß die Ballettschuhe geerbt, die dem Klassiker der englischen Kinder- und Jugendliteratur seinen Namen geben. Madame Fidolia, die später mitten in einer «Schwanensee»-Aufführung einen Schlaganfall erleidet, nennt das Talent ihrer Tanzelevin nicht ohne Grund ...
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Nadja Saidakova, Erste Solotänzerin des Staatsballetts Berlin, hat erste Schritte als Choreografin bislang zweimal im hauseigenen Junge-Choreografen-Projekt «Shut up and Dance!» gemacht. Jetzt präsentiert sie die Uraufführung von «Egopoint» im Rahmen der spielzeit’europa bei den Berliner Festspielen. Geleitet von einer Erkenntnis, die aus der Feder einer Ballerina...
Die Zentralperspektive im Theater ist Geschichte? Zumindest gibt es seit dem letzten Jahrhundert Entwicklungen im Tanz, die der Tatsache Rechnung tragen, dass wir keine Monarchie mehr sind. Die Königsloge ist nicht mehr Fluchtpunkt der Bewegung – so gleichberechtigt wir Bürger, so vielfältig auch das Angebot an unsere Augen.
En dehors und en devant wird nur noch...
Wie lässt sich die Geschichte des Tanzes erzählen, sodass sie lebendig und fassbar wird? Genügen wirklich Texte, Notationen, Videoaufzeichnungen, Fotos? Kaum, wenn man davon ausgeht, dass der Tanz sich nur durch das «Wesentliche» vermitteln kann: den bewegten Körper selbst. Also brauche ich, wenn ich die Geschichte des Tanzes den Lebenden lebendig vermitteln will,...
