Im Namen Noverres
Als «Deutschlands Kaderschmiede für Choreografen» wurde die Noverre-Gesellschaft bezeichnet, in einem Portrait des Wuppertaler Choreografen Marco Goecke, den Fritz Höver als einen der jüngeren Noverre-Absolventen in die Ballettwelt hinausgeschickt hatte.
«Deutschlands Kaderschmiede für Choreografen»: das ist kein Avantgarde-Festival, kein Tanz der freien Szene und kein hoch subventioniertes Choreografisches Zentrum – es ist eine Publikumsvereinigung von Ballettfreunden, die sich vor fast genau 50 Jahren in Stuttgart gegründet hat, um das Wissen über den Bühnentanz zu fördern. Dabei entstand schon bald der Gedanke, neben Vorträgen und Demonstrationen auch Workshops für diejenigen Tänzer des Stuttgarter Balletts zu veranstalten, die sich als Choreografen ausprobieren wollten: der Anfang einer bahnbrechenden Idee.
Denn es sind nicht nur die drei weltbekannten Namen Neumeier, Kylián und Forsythe aus diesen Stuttgarter Workshops hervorgegangen. Die Noverre-Gesellschaft taucht in der Biografie zahlloser bekannter Choreografen und Ballettdirektoren auf, und zwar immer ganz am Anfang. Niemand weiß heute, ob auch Marco Goecke einmal zu einem Klassiker des modernen Balletts werden wird, aber ...
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