Im Gespräch

Johannes Schütz

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Dieser Mann zählt zu den renommiertesten Szenografen der Republik, kaum ein Regiestar, mit dem er nicht gearbeitet hat. Seine Bühnenbilder haben auch das Tanztheater geprägt, allen voran Inszenierungen von Reinhild Hoffmann und Johann Kresnik.

In «Modelle & Interviews 2002–2016» legt Johannes Schütz nun seine Sichtachsen auf Schauspiel, Tanz und Oper frei, um sie mit Lob, Kritik oder feiner Ironie zu säumen.

In Sachen Tanztheater lockt ihn Annette Storr mit der provokativen Frage: «Ist Callas ein gutes Stück?», was sich auf die legendäre Produktion von Reinhild Hoffmann bezieht, die 1983 in Bremen herauskam und 2012 rekonstruiert wurde. Schütz hat sie seinerzeit ausgestattet und nutzt Storrs Vorlage nun für eine Tour d‘horizon in Sachen Tanztheater: ein ebenso grenzgängerisches wie radikales Genre, das nach radikalen Räumen verlangte. «Was man brauchte», erinnert er sich, «war der Mobilität verpflichtet ... und es gab ein Bedürfnis, dass am Ende der Veranstaltung die Bühne leer sein sollte: zerstört oder benutzt.» Zugleich kamen «Gruppenbilder» zustande, «die nicht nur mit der Welt der 1970er- und 1980er-Jahre zu tun hatten». Ja sie waren, so der Zeitzeuge, den ...

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Tanz Januar 2017
Rubrik: Medien Januar 2017, Seite 62
von Dorion Weickmann

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