Im Fokus: Kollektivkultur

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Den Kollektiven gehört die Gunst der Stunde: Über das, was die Stärke eines Ensembles ausmacht, mögen häufig einzelne Performer*innen entscheiden. Aber am Ende fließt im Tanz eben doch alles zusammen in den Flow einer Aufführung – und ergibt ein Panorama, das als positiver Eindruck stehen bleibt. In diesem Sinn fallen in unserer Umfrage fünf Compagnien aus dem Rahmen.

Gauthier Dance, am Stuttgarter Theaterhaus ansässig, hat mit Shori Yamamoto, Bruna Andrade, Gudrun Schretzmeiers Kostümen für die «Fireworks» und als Compagnie beeindruckt.

Gleiches gilt für Peeping Toms «Dido and Aeneas» in Basel und für Het Nationale Ballet aus Amsterdam, wo Olga Smirnova und Giorgi Potskhishvili (mit Auftritten in Dortmund) jeweils zweimal genannt wurden, dazu gesellte sich noch Jacopo Tissi. Das Stuttgarter Ballett glänzte in Joachim A. Langs «Cranko»-Film, darüber hinaus hervorgehoben wurden die Tänzer*innen Miriam Kacerova, Carlos Strasser, Mackenzie Brown und Henrik Erikson. Last but not least ein großer Auftritt für die Urbesetzung von Pina Bauschs «Kontakthof», revitalisiert von Meryl Tankard als «Echoes of ’78». Bravo!

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Tanz Jahrbuch 2025
Rubrik: The winners are, Seite 128
von

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