Ilse Loesch gestorben
Am 27. Mai verstarb eine der letzten Zeitzeuginnen des deutschen Ausdruckstanzes. Sie wurde am «Choreografischen Institut» Rudolf von Labans zur Pädagogin ausgebildet. Ende der 1920er und Anfang der 30er Jahre arbeitete sie u. a. in den Berliner Bewegungschören Laban, beim Kunstverein in Libau (Lettland), in der Laban-Tanzgruppe von Annemarie Dunkel und Edgar Frank in Berlin und bei Jenny Gertz in Halle. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie u. a. als Lehrerin für Bewegungsstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik und am Deutschen Theaterinstitut in Weimar tätig.
In der Arbeit mit Bewegungschören versuchte sie den Menschen durch Tanz und Bewegung ganzheitlich zu bilden.
Ein Leben lang blieb sie den an Labans Schule vermittelten Inhalten und tanzphilosophischen Weltanschauungen verpflichtet. Aus ihrer tanzwissenschaftlichen Arbeit ging an der Theaterhochschule in Leipzig von 1953 bis 1963 ihre erste Publikation «So war es Sitte in der Renaissance» (1964) hervor, auf die sie besonders stolz war. Im Auftrag der Akademie der Künste veröffentlichte sie 1974 «Sprechende Bewegung. Ein Studienbuch für Schauspieler und Regisseure», das noch heute als Standardwerk dient. In ihrem Buch ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Masa Kolar, a petite woman with a large head of curls, sits on a patio in Prenzlauer Berg in the sweltering July heat and considers herself lucky. Yesterday she was auditioning for Sasha Waltz’s contemporary dance company, last night she was coming to terms with her rejection, today she is looking forward.
“Some dancers spend their lives going from one audition to...
Dass die Tanzausbildung derzeit in Deutschland hoch im Kurs steht – zur Erhärtung dieses Eindrucks genügt ein Blick auf die Projekt-Liste der Tanzplan-Städte, die von der Kulturstiftung des Bundes mit gut dotierten Fördersummen bedacht wurden. Auch während des von der Kulturstiftung initiierten Tanzkongresses lag ein Schwerpunkt auf der Veränderung der...
Die Mobile Akademie schöpft nicht aus dem Vollen. Sie lebt von Defiziten und schließt Lücken. Anders als andere mobile Einrichtungen wie Bofrost oder der Pizzabote kommt sie aber nicht nach Hause. Im Gegenteil: Die Teilnehmer müssen sich schon selbst auf die Socken machen – in diesem Jahr geht die Reise nach Warschau. «Ein Monat zwischen Aktionismus und...
