Heinz Spoerli
Im heutigen Tanz ist Vorsicht geboten, denn auch hier drohen sich, wie in anderen Bereichen, die Grenzen zwischen Hochkultur und Mittelmäßigkeit allmählich zu verwischen. Wir sollten unser Augenmerk deshalb auf die Ausbildung legen, denn deren Bedeutung wird gerne unterschätzt: Man glaubt sich die Meinung leisten zu dürfen, zeitgemäße Tanzarten bedürften keiner Vorbildung, sie entstünden aus dem Nichts heraus. Ich glaube, dass das ein Irrtum ist.
Das Erlernen jeder Sprache setzt ja die Beherrschung des Alphabets und der Grammatik voraus, und das ist bei einer so komplexen und vielschichtigen Körpersprache wie dem Tanz gewiss nicht anders.
Ich bin überzeugt, dass man Tänzern in den prägenden Jahren zwischen 12 und 17 einen «Stil», eine Basissprache der Körperlichkeit vermitteln muss – welcher Stil das ist, ist dabei nebensächlich. Ich plädiere nicht einfach für eine verbindliche «klassische Ausbildung», sondern für jede Art von sorgfältiger, professioneller Ausbildung. Das muss aber sehr früh geschehen – Tanz ist keine geeignete Domäne für Späteinsteiger –, denn es braucht Zeit, Ausdauer, Geduld und Disziplin. Hier ist ein Schnellkurs, hier sind Sparsamkeit und Eile fehl am ...
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PAF is a place for artistic residencies, a place to work for any period of time on artistic, scientific, political and/or theoretical projects – an open, communal forum for producing knowledge in the context of critical exchange and ongoing discursive practice – a place for autonomy and full concentration on work – a tool to develop new methods and procedures, not...
Wie ist die momentane Situation? Gerade hatten wir wieder Aufnahmeprüfungen. Es gibt immer zwei fürs kommende Wintersemester: im März und im Juni. Beworben hatten sich ungefähr einhundert Leute. Wir nehmen jedes Jahr aber nur maximal zwölf Studierende auf. Das Studium dauert vier Jahre, mit einer Vordiplomprüfung nach dem vierten Semester und der Diplomprüfung und...
Jede Kompanie und viele Tänzer haben ihre eigene Homepage. Man findet sie nur nicht. Das ist die große Stunde der sogenannten Internet-Portale. Seit April diesen Jahres ist www.dance-germany.org von der Kulturstiftung des Bundes unter der Redaktion von Wilma Schrader online. Es handelt sich im Wesentlichen um eine Datenbank mit Kurzportraits von Choreografen,...
