Identität

Der iranische Tanz zwischen Geschichte, Exil, Tradition und Moderne: eine Begegnung mit der Autorin Elaheh Hatami

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Erleichterung und Stolz spüre ich bei Elaheh Hatami, als ich sie zu einem Gespräch über ihr im Herbst erschienenes Buch «Glocal Bodies – Dancers in Exile and Politics of Place: A Critical Study of Contemporary Iranian Dance» in Berlin treffe. Es ist ihre Dissertation, die sie 2021 an der Freien Universität Berlin bei Gabriele Brandstetter abgeschlossen hat. Hinter ihr liegt eine Forschungsreise, die sie von Iran, den sie 2008 mit 30 Jahren verlassen hat, nach Deutschland und in die USA führte, nach Kalifornien. Dort lebt die größte iranische Diaspora.

Allein im Großraum Los Angeles sollen es eine halbe Million Iraner sein: «Tehrangeles». Warum Kalifornien? «Das Wetter», sagt Elaheh Hatami, «es ähnelt dem Wetter daheim. Und die Universitäten». Denn viele wohlhabende Iraner haben in Kalifornien studiert. 1979 nach der islamischen Revolution, nach dem Tanzverbot in Iran, gab es zwei Möglichkeiten: aufgeben oder gehen. Die USA wurden für viele deshalb das naheliegende Ziel und später für viele die erste Adresse. Hatami will mit ihrer Forschungsarbeit nicht nur die unbekannte iranische Tanzgeschichte der Welt bekannt machen, sondern auch die Entwicklung des zeitgenössischen iranischen ...

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Tanz März 2023
Rubrik: Iran, Seite 48
von Claudia Henne

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