Hongkong

errichtet eine ganze Stadt aus Theatern. West Kowloon heißt das gigantische Projekt. Hier soll das erste Tanzhaus Asiens entstehen. Eine Recherche und ein Gespräch mit der Initiatorin Anna C. Y. Chan

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Hongkong ist die am dichtesten besiedelte Stadt der Welt. Acht Millionen Menschen leben entlang der 263 Inseln am Perlfluss-Delta. Die Geschäftigkeit in den Zentren Hongkongs wirkt zwischen den eng stehenden Hochhausriesen wie ein durch Röhren schießender Strom, in dem es keinerlei Nischen und niemals Ruhe gibt. Die Masse wird geschleust, dirigiert und ständig vor sich selbst gewarnt: «Mind your step», «Mind your head». Nur in der Nähe eines winzigen Parks oberhalb des Finanzdistrikts, hinter der halb herabgelassenen Jalousie -einer Bar, dringen Geräusche ans Ohr, die anders klingen.

Zutritt nur für ein Dutzend geladene Gäste. Sie erzählen, wie sehr sich das liberale Hongkong verändert hat. Meinungsfreiheit und Kunstfreiheit stehen auf dem Spiel, seitdem «Mainland», gemeint ist China, beide zurückschraubt. Der aktuelle Fall eines Korrespondenten der «Financial Times» macht die Runde, der kurz vor Weihnachten einem Oppositionellen die Gelegenheit gab, sich öffentlich zu äußern. Der Journalist Victor Mallet wurde ausgewiesen. Ein Präzedenzfall. Die versammelten Künstler, Filmemacher, Choreografen wollen dem Briten nun am liebsten nacheilen. Eine müde wirkende Malerin schwärmt von ...

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Tanz Februar 2019
Rubrik: Ideen, Seite 58
von Arnd Wesemann

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